Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Lange Nacht der Musik: Der HeartChor tritt in der Kammgarn auf

Der HeartChor hat bei der letzten Probe am Donnerstag im Kammgarn-Kasino nochmal seine Songs für den Festival-Auftritt geübt.
Der HeartChor hat bei der letzten Probe am Donnerstag im Kammgarn-Kasino nochmal seine Songs für den Festival-Auftritt geübt.

Drei Tage lang steht die Stadt im Zeichen der Chor- und Orchestermusik. Der HeartChor Kaiserslautern ist bei der „Langen Nacht der Musik“ dabei.

„Ich empfinde es als Ehre, dass dieses Musikwochenende in Kaiserslautern stattfindet“, sagt Mark de Fries. Der Sänger wird auch als Helfer für den Veranstalter, den Bundesmusikverband Chor und Orchester (BMCO), im Einsatz sein. Seine Chorkollegin Ulrike Ebert-Wenski betont: „Toll, dass Kaiserslautern Austragungsort des Festivals ist. Es ist immer gut, wenn Kultur und Musik allen kostenfrei ermöglicht wird. Auch für diejenigen, die sich sonst keine Tickets leisten können oder sich nicht trauen, in ein Konzert zu gehen.“ Für ihren HeartChor sei es ein Heimspiel, zumal man in der Kammgarn auftrete – dem Ort, an dem sowohl die wöchentlichen Proben als auch das alljährliche Jahresabschlusskonzert stattfinden. Es sei eine gute Gelegenheit, sich einem neuen Publikum zu präsentieren, das extra wegen des Festivals in die Stadt kommt, ergänzt die Sopranistin. Der HeartChor wäre dabei froh, wenn er sangesfreudige, männliche Zuschauer zum Mitwirken bewegen könnte.

Auch eine Art Fortbildung

Für das Festival beworben habe man sich mit Livevideos, Fotos und Konzertberichten, berichtet Michael Weickenmeier, der in einem Chormagazin auf die Veranstaltung aufmerksam wurde. „Ein Festival ist immer eine schöne Gelegenheit, andere Chöre, deren Stil und Programm kennenzulernen und idealerweise einen Kontakt aufzubauen. Das kann dann zu längerfristigen Chorfreundschaften führen“, meint der Chorleiter. Für ihn persönlich, der alle Arrangements für den Chor selbst schreibt, sei es auch eine Art Fortbildung. Er hoffe, sich aus den Darbietungen der Kollegen Impulse ziehen zu können. Weickenmeier ist sich sicher, dass dieses Festival einen gewissen „Spirit“ in der Stadt verbreiten und für positive Energie, Selbstbestätigung und ein großartiges Gemeinschaftsgefühl bei allen Beteiligten sorgen wird.

Bei 45 Konzerten an elf Spielorten werden etliche Stilrichtungen geboten. Die Amateurmusiker kommen nicht nur aus dem Raum Kaiserslautern, sondern auch aus Mainz, Neustadt-Mußbach, Schopp, Hannover und St. Ingbert. „Ich finde es spannend, wenn so viele Leute dasselbe Hobby haben. Interessant ist die Vielfalt, mit der man singen kann“, sagt Sängerin Melanie Wiescher zum Programm des Festivals. Für ihre Mitsängerin Cordula Rink sei Musik gelebte Demokratie. Zusammen zu musizieren, erfordere Kooperation, Respekt, Verantwortung, aber auch Zuhören – wobei Spaß und Freude garantiert seien. „Musik ist für mich eine globale Sprache, die uns Menschen über kulturelle Grenzen hinweg verbindet und die uns Emotionen ohne Worte verstehen lässt“, merkt die Sopranistin an.

Rock und Balladen im Kammgarn-Kasino

Diese Erfahrung durfte der HeartChor öfter machen. Das seit 2010 bestehende 44-köpfige Ensemble, das Hits aus Rock und Pop von den 1960ern bis heute meist sechsstimmig interpretiert, hat schon an mehreren Festivals teilgenommen – unter anderem in Stuttgart, Straßburg, Norwegen und im spanischen Calella. Bei letzterem, dem internationalen „Canta al mar“, konnte der HeartChor mit Chören aus aller Welt zusammen feiern – ein Erlebnis, an das sich die Sänger gerne erinnern. Hier hatte man auch Freundschaft mit einem norwegischen und einem israelischen Chor geknüpft. Im Oktober dieses Jahres geht es für die Truppe erneut nach Spanien. In der nordspanischen Küstenstadt Gijón gibt sie bei einem Festival zwei Konzerte.

Am Samstagabend, 14. März, will der HeartChor um 22.15 Uhr dem Publikum sowohl Rockiges als auch Balladen präsentieren. Mit Klavierbegleitung unterstützt und mit Choreografie in Szene gesetzt, erklingen im Kammgarn-Kasino Hits von Foreigner, Lady Gaga und Robbie Williams. Basssänger Mark de Fries will außerdem möglichst viele Auftritte anderer Künstler verfolgen. „Es erweitert den Horizont, und es ist toll zu sehen, wie andere so drauf sind“, meint de Fries und gesteht, dass man sich auch ein wenig an den Leistungen anderer messe.

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