Wasserball
KSK 2 tütet Regionalliga-Meisterschaft vorzeitig ein
Dank des 16:10 (5:2/1:2/4:2/6:4)-Sieges am Donnerstagabend gegen den SV 08 Saarbrücken kann die zweite Mannschaft des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs schon nach vier von sechs Spieltagen nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden und hat die zweite Meisterschaft in Folge in der Gruppe B der Regionalliga Südwest eingefahren.
Nach klarer Führung zu unkonzentriert
Die Vorzeichen für eine vorzeitige Titelverteidigung standen von Beginn an nicht schlecht: Zwar konnte der KSK 2 erstmals in dieser Saison nicht in kompletter Besetzung antreten, allerdings war der SV Saarbrücken ebenfalls nur zu elft angereist, sodass die Favoritenrolle klar auf Seiten der Lauterer lag. Und dieser wurden die kleinen Krokodile nach kurzen Anlaufproblemen auch zunächst gerecht: Nachdem die Lauterer in den ersten Minuten etwas fahrlässig mit den eigenen Chancen umgingen, was die Gäste ihrerseits zur 1:0-Führung nutzten, kamen die Hausherren Mitte des Auftaktviertels endlich in Schwung und erzielten fünf Treffer nacheinander. Dass sie kurz vor dem Pausenpfiff das zweite Gegentor hinnehmen mussten, fiel da zuerst nicht ins Gewicht.
Im zweiten Abschnitt sollte es jedoch fast Folgen haben, denn wie schon im Hinspiel agierte der KSK 2 angesichts des Vorsprungs viel zu unkonzentriert und ließ die Saarländer zurückkommen. Beim Stand von 5:4 drohte die Partie kurzzeitig zu kippen, ehe den Krokodilen in einem – zumindest im Vorwärtsgang – miserablen Viertel doch noch das Tor zum 6:4 gelang.
Ein 14-jähriger Youngster trifft
Ein „Hallo-Wach“ von Trainer Karsten Schöniger war in der Halbzeit also durchaus angebracht und kam scheinbar in den Köpfen des Teams auch an, denn nach dem Seitenwechsel spielte der KSK 2 dann wieder ganz nach dem Gusto des Coaches. In der Abwehr ließ das Heimteam fast nichts anbrennen und hatte vorne den Torinstinkt zumindest halbwegs wieder gefunden, auch wenn noch nicht alles hundertprozentig funktionierte. Das 10:6 vor der letzten Pause war aber schon wieder etwas beruhigender und spätestens, als nach drei Minuten im Schlussabschnitt ein Sechs-Tore-Vorsprung herausgespielt war (13:7), konnte die Sache gelassener angegangen werden. Und das tat man dann auch – gestattete dem Gegner noch drei Tore und traf ebenfalls dreimal bis zum Endstand von 16:10. Besonders erfolgreich war dabei Leon Birich mit sechs Toren, gefolgt von seinem Bruder Niklas und Mattis Starck (je 3). Erwähnenswert auch das erste Tor des erst 14-jährigen Youngsters Adrian Zismann für den KSK 2.
Erste Titelverteidigung der Vereinsgeschichte
Der Rest war Jubel, denn durch den vierten Erfolg im vierten Spiel bauten die Lauterer ihren Vorsprung auf die Masters des SV Friedrichsthal auf neun Punkte aus. In ihren noch drei ausstehenden Partien könnten die Oldies zwar noch gleichziehen, hätten aber im direkten Vergleich mit den Krokodilen dann zwei von drei Partien verloren. Somit geht die Meisterschaft in der Gruppe B der Regionalliga Südwest also auch in dieser Saison wieder an die zweite Mannschaft des KSK, die dadurch erneut Vereinsgeschichte schreibt: Es ist das erste Mal, dass ein Lauterer Team seinen Titel im Ligaspielbetrieb verteidigen konnte.