Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Krokodile: Souveräner Saisonauftakt nach Stolperstart

Traf viermal für den KSK: Dirk Feddeck (rechts).
Traf viermal für den KSK: Dirk Feddeck (rechts).

Das KSK-Regionalliga-Team braucht ein wenig, um gegen Trier auf Touren zu kommen und hoch zu gewinnen. Eine Sache war aber ein wenig besorgniserregend.

Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs sind optimal in die Spielzeit 2025/26 gestartet: Nach einem etwas ruckeligen Beginn kamen die Krokodile ab dem zweiten Viertel auf Touren und besiegten den SSV Trier deutlich mit 23:4 (5:3, 3:0, 7:0, 8:1).

Sechs Minuten lang konnte man getrost von der klassischen „Begegnung auf Augenhöhe“ sprechen. Die mit voll besetzter Ersatzbank angetretenen Lauterer waren den nur zu zehnt angereisten Trierern zwar optisch überlegen, konnten diesen Vorteil jedoch nicht auf die Anzeigetafel bringen. Offensichtlich waren sie noch nicht ganz bei der Sache – jedenfalls agierten sie sowohl im Angriff als auch in der Abwehr viel zu unkonzentriert. Vorne zeigte sich das im Auslassen bester Möglichkeiten – unter anderem wurde ein Strafwurf nicht verwandelt. Hinten kassierte der KSK zu viele Hinausstellungen, die durch besseres Aushelfen vermeidbar gewesen wären. So standen nach besagten sechs Minuten auf beiden Seiten je drei Treffer zu Buche, ehe sich der Sand im Getriebe der Krokodile dann doch so langsam verflüchtigte.

Nach der Pause den Schalter umgelegt

Noch vor der ersten Pause konnten sie sich beim 5:3 erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung erspielen, den sie im ersten Angriff des zweiten Viertels auf 6:3 ausbauten. Ganz rund lief es zwar noch nicht bei den Hausherren, allerdings hatte sich zumindest die Abwehr stabilisiert, die bis zur Halbzeit keinen weiteren Gegentreffer mehr zuließ. Die Chancenverwertung ließ aber nach wie vor zu wünschen übrig, sodass der KSK nur noch zwei weitere eigene Tore erzielte (8:3).

Nach dem Seitenwechsel und der Pausenansprache von Coach Karsten Schöniger legten die Lauterer dann aber endgültig den Schalter um. Der Forderung, in der Defensive weiter möglichst nichts zuzulassen und vorne konzentrierter zu sein, kamen die Krokodile fast optimal nach: Torhüter Ilya Dmytriiev, der mit mehreren Paraden glänzte und auch einen Strafwurf entschärfte, hielt seinen Kasten knapp 23 Minuten lang sauber – erst Mitte des Schlussviertels erzielte der SSV seinen vierten Treffer. Und obwohl die Krokodile nach wie vor noch einige Großchancen ausließen, hielten sie sich auch im Angriff weitgehend an die Vorgabe und hatten bis zu diesem Zeitpunkt bereits 19 eigene Tore auf dem Konto.

Dirk und Jens Feddeck mit je vier Toren

Etwas besorgniserregend war allenfalls die mit 14 Ausschlüssen sehr hohe Anzahl an persönlichen Fehlern, die die Lauterer quittierten. Wobei sich dies ergebnistechnisch nicht negativ auswirkte, da sie dank hervorragender Abwehrarbeit dabei nur zwei Gegentreffer hinnehmen mussten – und zwar beide bereits im Anfangsviertel.

Am Ende gab es mit 23:4 ein noch deutlicheres Ergebnis als zum Saisonauftakt 2024/25 gegen den gleichen Gegner (damals 26:9), bei dem sich fast der komplette Kader der Krokodile in die Torschützenliste eintragen konnte. Am häufigsten gelang dies Dirk und Jens Feddeck mit jeweils vier Treffern, gefolgt von Leon Birich, Johann Lehmann und Mattis Starck (je 3).

Am Sonntag erstmals KSK-Liga-Spiel im Ausland

Bereits am Sonntag steht die nächste Partie auf dem Programm: Bei Swimming Luxembourg trägt der KSK erstmals ein offizielles Liga-Spiel im Ausland aus. Anpfiff ist um 13.30 Uhr in Luxemburg-Stadt. In der Tabelle der Gruppe A der Regionalliga Südwest sind die Lauterer Dritter und somit erster Verfolger der beiden Mannschaften des SV Friedrichsthal, die mit sechs Zählern das Klassement anführen. Swimming Luxembourg, der kommende Gegner des KSK, befindet sich zwei Plätze hinter den Krokodilen, nachdem man beim Debüt im deutschen Ligaspielbetrieb eine 10:28-Niederlage bei Friedrichsthal II hinnehmen musste.

Voreilige Rückschlüsse sollte man aus diesem Resultat zum Auftakt aber noch nicht unbedingt ziehen. Das Luxemburger Team, das mehrere starke Einzelspieler in seinen Reihen hat, war in Friedrichsthal nicht in Bestbesetzung angetreten und sicher auch noch nicht mit den ungewohnten Bedingungen im flachen Becken vertraut.

Im ersten Heimspiel wird Swimming Luxemburg hingegen bestimmt ein völlig anderes Gesicht zeigen wollen. Ob das den Gastgebern gelingt, hängt aber auch davon ab, ob die Krokodile diesmal durchgehend Vollgas geben oder erneut mit Anlaufschwierigkeiten kämpfen werden.

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