Kaiserslautern Konzept und Perspektiven des HHG Kaiserslautern als Eliteschule des Sports

Das staatliche Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern kann sich „Eliteschule des Sports“ und vom DFB zertifizierte „Eliteschule des Fußballs“ nennen. Zudem ist es anerkannter Leistungsstützpunkt einzelner Sportarten. Viele erfolgreiche Sportler waren einmal Schüler des HHG. Aktuelle Beispiele sind Miriam Welte (Bahnradsport), Willi Orban (Fußball), Fabian Hammes (Badminton), Jasmin Külbs (Judo) oder Alexander Wieczerzak (Judo). Sogar bei Olympischen Spielen konnten sich ehemalige HHGler einen Namen machen: Sieben Teilnahmen im Badminton, zwei im Triathlon, neun im Tischtennis sowie fünf im Radsport haben ehemalige Schüler erreicht. Oft schlossen die Sportler ihre Wettkämpfe erfolgreich ab. Beispiele hierfür sind Miriam Welte und Philip Hindes, die beide im Teamsprint bei den Olympischen Spielen 2012 die Goldmedaille holten. Auch bei den Paralympischen Spielen zählt das HHG drei erfolgreiche Teilnahmen im Judo sowie sieben in der Leichtathletik. „Das System der 39 Eliteschulen des Sports in Deutschland kann als Erfolgsmodell bezeichnet werden“, sagt der Studiendirektor und Leiter des Sportzweiges Hermann Mühlfriedel. „Für die Vereinbarung von Schule und Sport gibt es nichts Besseres.“ Es sei der beste Weg, um Jugendliche zum Leistungssport zu bringen. Der seit 1978 bestehende Sportzweig des HHG zählt mittlerweile etwa 300 Schüler, von denen 24 in der Sportart Badminton, 160 in Fußball, 46 in Judo, 51 in Radsport und 20 in Tennis leistungssportlich gefördert werden. Am HHG besteht von Klasse fünf bis 13 das Modell „Talentförderung durch Sportklassen“. Ab der elften Klasse werden Talente im Rahmen der Optimalförderung besonders gefördert. Das zum HHG gehörende Internat hat mittlerweile 172 Plätze, von denen 40 von den hier ebenfalls geförderten Hochbegabten und die restlichen von den Sportlern besetzt werden. Die Trainertätigkeiten übernehmen Lehrer, Erzieher und hauptamtliche Trainer. „Wenn man darüber redet, wie viele Leistungssportler nach dem Abitur mit ihrem Sport aufhören, muss vor allem die sogenannte Drop-out-Problematik beachtet werden. Diese betrifft alle Sportarten und ist bereits durch Studien belegt. Im Alter von 17 bis 20 Jahren tragen Berufsausbildung, die persönliche Situation und die Perspektive im Sport selber dazu bei, dass viele Athleten ihre Sportkarriere beenden. Man kann aber sagen, dass allgemein gilt: Je besser und erfolgreicher der Sportler, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er weitermacht“, erklärt Mühlfriedel. Unter dem Grundprinzip der Einheit von Lernen - Trainieren - Wohnen soll jungen Talenten am HHG bis zum Abitur die Möglichkeit geboten werden, sportliche und schulische Karriere miteinander vereinbaren zu können. (lhh)

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