Landstuhl Komödie in Landstuhl: Nichts für empfindsame Gemüter

Schenken sich nichts: Natalie Forester (rechts) und Chris Nonnast in „Bier für Frauen“.
Schenken sich nichts: Natalie Forester (rechts) und Chris Nonnast in »Bier für Frauen«.

Heiß her wird’s gehen auf der Bühne, wenn es am Samstag, 17. Februar, „Bier für Frauen“ in der Stadthalle Landstuhl gibt. Natalie Forester und Chris Nonnast spielen das Zwei-Frauen-Stück von Felicia Zeller.

Sie reden miteinander, gegeneinander, aneinander vorbei, und wenn sie auf der Bühne nicht gerade tanzen, schwimmen oder surfen, zoffen sie sich und schlagen sich auch schon mal die Nasen blutig. „Bier für Frauen“ – ein Theaterstück, das die ehemalige Pfalztheater-Schauspielerin Natalie Forester mit Kollegin Chris Nonnast in Landstuhl zeigen wird, ist nichts für empfindliche Gemüter.

Zwei Frauen am Biertisch – was sollte man erwarten? Vielleicht ein kleines Gläschen hier oder da? Weit gefehlt! Da wird gesoffen – oder wenigstens davon geredet, ob man „noch ein Bier oder vielleicht auch keines oder etwas anderes“ trinken wollte. Die Frage „und, wie geht’s?“ entpuppt sich als Herausforderung schlechthin. Da kommen die beiden Frauen erst so richtig in Fahrt.

Vom Biertisch auf den Campingplatz

Im ersten Teil top gestylt im eleganten hellgrauen Business-Dress, geht es dann schon mal mit deftigem Vokabular um Sex. Mit dem oder jenem, um Episoden – selbst erlebte wie theoretisch mögliche – vielleicht mit Leonard Cohen oder vielleicht doch besser nicht. Die Gags folgen Schlag auf Schlag: Beim Küssen seien plötzlich die Zähne im Weg, jammert die eine. Die andere verteidigt sich, weil sie dem Nachbarn auf dem Campingplatz die dreckige Unterhose mitgewaschen hat, und wenn beide auf der Bühne plötzlich den Faden verloren haben, dann ist das Absicht.

Natalie Forester und Chris Nonnast schenken sich (und dem Publikum) nichts. Mit einer „Kulisse“ aus lediglich zwei Holzkisten und einigen Brettern gibt es in der knapp zweistündigen Inszenierung (mit Pause) praktisch keine ruhige Minute. Nur, wenn Natalie Forester einmal komplett besoffen über der imaginären Theke hängt oder ihre Partnerin halbwegs ausgepowert in der Ecke liegt.

Bei steifem Wind im Ruderboot

Nach der Pause kommt das Damenduo im knallroten Abenddress auf die Bühne und an die Mikrofone. Die Songs „Unchain my heart“ und „Don’t fence me in“ beschreiben, wo es hingehen wird: im gnadenlosen „Ritt“ in die Prärie und bei steifem Wind (selbst erzeugt) mit dem Ruderboot, das natürlich kentert, über irgendein Gewässer.

Mit Mozarts Requiem „Lacrimosa“ spitzt sich die Stimmung zwischen den Frauen dramatisch zu. Wenn sie sich danach in die Arme fallen, ist alles schnell wieder gut.

Info:

Samstag, 17. Februar, 19.30 Uhr, Stadthalle Landstuhl, Karten unter Telefon 06371 923444

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