Kaiserslautern Klein, aber fein
Insgesamt 72 Kinder und Jugendliche hatten sich für die Teilnahme am 53. Regionalwettbewerb Westpfalz „Jugend musiziert“ angemeldet, im Vorjahr waren es noch mehr als doppelt so viele, nämlich 163 Anmeldungen gewesen. Zum großen Tag des Vorspielens, Bewertens und Preiseverleihens am Samstag trafen sich die Teilnehmer traditionell in Kaiserslautern. Das musikalisch umrahmte Finale mit der Urkundenübergabe fand in der proppenvollen Scheune des Theodor-Zink-Museums statt.
„Klein, aber fein“, so lautete unisono das Resümee zum diesjährigen Westpfalz-Wettbewerb von „Jugend musiziert“. Gemeint ist einerseits die geringere Teilnehmerzahl, die sich aus den ausgeschriebenen Kategorien ergab, andererseits genau jene Besonderheit seltener aufgeführter Instrumente. Kultur-Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhardt in ihrer Begrüßung zur Preisverleihung: „Es ist eine alljährliche Freude an diesem Wettbewerb, zeigt er uns doch die Vielfalt der Talente unserer Kinder und diesmal sogar auf teils weniger bekannten, jedoch wunderbaren Instrumenten.“ Das Können sei neben Freude zunächst hartes und diszipliniertes Erarbeiten. Die vom Deutschen Musikrat ausgeschriebenen Kategorien lauteten in der Solowertung Streichinstrument, Akkordeon, Percussion, Mallets und Gesang (Pop) sowie in der Ensemblewertung Duo Klavier/Blasinstrument, Klavier-Kammermusik, Vokal-Ensemble, Harfen-Ensemble sowie Alte Musik und Sonderinstrumente. Unter den Teilnehmern aus Stadt und Landkreis Kaiserslautern, Pirmasens, Zweibrücken sowie dem Kreis Südwestpfalz, Donnersbergkreis und Kreis Kusel überwogen 19 Geiger, gefolgt von jeweils acht Gitarristen, Harfenisten, Akkordeonisten sowie fünf Cellisten. Seine besondere Freude bekundete Emmerich-Smola-Musikschulleiter und Ausrichter des Wettbewerbs, Paul Punstein, über einen Kontrabass. Solist Paul Roman Horn errang damit nicht nur 23 Punkte und den 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb nach Mainz. Vielmehr erlebte ihn das begeisterte Scheunen-Auditorium neben dem Harfen-Duo Mathilde Kemmerer und Amelie Perumadura (beide Erstplatzierte mit Weiterleitung) mit überzeugendem Live-Auftritt. Insgesamt vergab die Kaiserslauterer Jury 34 erste Preise an die Musizierenden, davon 19, die die Jugendlichen nun berechtigen, Mitte März in Mainz beim Landeswettbewerb erneut aufzutreten. Es fehlen bei dieser Übersicht sowohl die Wertungen der neun Solo- sowie Ensemble-Sänger als auch die des Percussionisten. Beide Disziplinen wurden andernorts ausgetragen. (igs)