Kaiserslautern „Keiner setzt auf uns“

Motiviert und selbstbewusst saß die U23 des 1. FC Kaiserslautern gestern im Bus nach Offenbach. Heute um 14 Uhr trifft sie auf den Tabellenführer, der hochmotiviert sein wird.

Nicht nur wegen der Wette eines OFC-Fans, der sich für den Fall, dass Kickers-Stürmer Christian Cappek es schaffen sollte, in dieser Saison zehn Tore zu schießen, dessen Konterfei auf die Wade tätowieren lassen will. Cappek hat bis jetzt neunmal getroffen. Sondern auch weil er weiß, dass er daheim noch keinen Punkt abgegeben hat. Offenbach hat mit einem Spiel mehr und fast dem gleichen Torverhältnis (26:12) 15 Punkte mehr als der FCK gesammelt (26:13), der auf Platz sieben liegt. „Das Manko ist, dass wir die Chancen nicht nutzen. Wir spielen gut, und dann verlieren wir knapp“, analysiert Trainer Konrad Fünfstück. Der aber nicht unzufrieden ist mit dem, was seine junge Mannschaft bisher erreicht hat. „Wir haben jetzt noch zwei Spiele in der Hinrunde und haben jetzt schon so viele Punkte wie letzte Saison nach der Hinrunde.“ Dabei sei die Liga stärker geworden, und „jede Mannschaft muss sich Woche für Woche beweisen“. Was das in Offenbach heißt, hat Fünfstück am Dienstag selbst gesehen beim 1:0-Sieg des OFC gegen Hessen Kassel. „Es war ein Zwei-Klassen-Unterschied erkennbar, mit vielen hundertprozentigen Torchancen und einem sehr guten Spiel von Offenbach. Es hat gezeigt, mit welcher Dominanz sie in der Liga auftreten.“ Für den Trainer ist klar, dass Kickers Offenbach „nicht umsonst da oben“ steht. „Die haben im DFB-Pokal Mannschaften aus der Zweiten Liga rausgeworfen.“ „Wir dürfen wenig Fehler machen. Die bestrafen jeden konsequent. Und wir müssen Selbstvertrauen haben. Wir haben nichts zu verlieren, und es erwartet keiner was“, sagt Fünfstück, der weiß, wie schnell alles geht: „Wir haben vier Wochen bis zur Winterpause. Wir müssen in den verbleibenden Spielen versuchen, uns so gut es geht aus der Affäre zu ziehen.“ In Offenbach fehlen ihm die Langzeitverletzten Michael Schultz und Christopher Kracun. Manfred Osei-Kwadwo ist gelb-rot-gesperrt. „Die übrigen brennen alle darauf. Und keiner setzt auf uns.“ (huzl)

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