Kaiserslautern Keine Glasfaser für Mölschbach: SWK beenden Projekt vor Baustart

Die Stadtwerke stoppen den geplanten Glasfaserausbau in Mölschbach.
Die Stadtwerke stoppen den geplanten Glasfaserausbau in Mölschbach.

Die Stadtwerke Kaiserslautern (SWK) werden den geplanten Glasfaserausbau in Mölschbach nicht umsetzen. Das hat das Unternehmen mitgeteilt. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Versorgungs AG wurde darüber am Mittwoch informiert. Trotz einer erfolgreichen Vorvermarktung – 60 Prozent der Mölschbacher hatten sich für einen Glasfaseranschluss gemeldet – ist das Pilotprojekt nach Angaben des Unternehmens unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht realisierbar.

„Wir wissen, dass die Mölschbacher fest mit dem zügigen Ausbau gerechnet haben. Umso mehr tut es uns leid, dass wir trotz der erfolgreichen Vorvermarktung nicht starten können. Grund ist das Ergebnis aus dem Ausschreibungsverfahren. Die notwendigen Investitionen für Dienstleistungen im Tief- und Netzausbau sind signifikant gestiegen“, sagt Jürgen Storck, verantwortlicher Bereichsleiter für Strategie und Netze bei den Stadtwerken. Die Diskrepanz zwischen den tatsächlichen Angeboten und den ursprünglichen Planungen sei zu groß gewesen.

Trotz intensiver Bemühungen sei es dem Unternehmen nicht gelungen, in den Ausschreibungen für dieses Pilotprojekt tragfähige Angebote einzuholen. Dass die Rahmenbedingungen für den Ausbau mit Glasfaser schwierig werden, sei der SWK im Vorfeld bewusst gewesen, so das Unternehmen. Stadtwerke-Chef Arvid Blume hatte im RHEINPFALZ-Sommerinterview erklärt, dass insbesondere die Kosten im Tiefbau eine Hürde sind, man mit dem Ausbau in Mölschbach aber Erfahrungen für weitere Stadtteile sammeln wolle.

Wie es dauerhaft weitergeht, ist offen. Der Vorstand der SWK betont in der Mitteilung: „Wir werden laufend prüfen, ob es doch noch Mittel und Wege gibt, das Vorhaben zu einem anderen Zeitpunkt umzusetzen. Die Kostenentwicklung im Baugewerbe hat uns jetzt und hier alle Pläne durchkreuzt.“ Aber die Stadtwerke müssten verantwortungsvoll mit ihrem Kapital umgehen, auch im Sinne der Stadt Kaiserslautern. „Deshalb sehen wir aktuell keine andere Möglichkeit, als das Projekt zu beenden“, ergänzt Blume.

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