Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Keine Geheimniskrämerei bei Diskussion um Gartenschau

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Wie es mit der Gartenschau weitergeht und wie groß die finanzielle Not ist, darüber muss in öffentlicher Stadtratssitzung geredet werden.

Es ist mittlerweile ein richtiges Ärgernis. Wichtige Themen diskutiert der Stadtrat am liebsten hinter verschlossenen Türen. Das war bei der Stadionpacht so, beim Thema Feuerwache, bei der Schulbuchausleihe. Zuletzt war der neue Künstlerische Leiter des Pfalztheaters, Daniel Böhm, im Stadtrat zu Gast – in nicht-öffentlicher Sitzung. Und am Montag soll Geschäftsführer David Lyle auf SPD-Antrag unter Ausschluss der Öffentlichkeit Fragen zur wirtschaftlichen Situation der Gartenschau beantworten. Was soll diese Geheimniskrämerei? Die Bürger haben ein Recht darauf, zu erfahren, warum die Gartenschau in finanzieller Not ist und

ob sie gerettet werden kann. Schließlich ist die Gartenschau für die meisten Kaiserslauterer eine Herzensangelegenheit. David Lyle ist eigentlich bekannt dafür, dass ihm Transparenz und Offenheit wichtig sind. Was sollte er zu verbergen haben?

Wenn die politisch Verantwortlichen so weiter machen, können Sie nur verlieren. Sie müssen sich nicht wundern, wenn sich die Menschen abgehängt und desinformiert fühlen.

Absurd: Ein CDU-Antrag zur Gartenschau soll am Montag im öffentlichen Teil der Ratssitzung diskutiert werden, nachdem bereits hinter verschlossenen Türen alles gesagt worden ist. Eines ist doch klar: David Lyle wird nicht zweimal dasselbe erklären. Er wird nicht im Anschluss an den nicht-öffentlichen Teil seinen Vortrag wiederholen. Der Mann hat nicht ewig Zeit.

Also wird es am Montag für die Öffentlichkeit vermutlich nur Schaufensterreden der Politik geben. Die aber braucht niemand.

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