Stadtleben
Kaiserslautern: Susanne Ulrich ist froh, dass ein Fest die Schneider- und Eisenbahnstraße belebt
„Ich freue mich richtig!“, sagt Susanne Ulrich. Und das sieht man ihr an. Grund dazu hat Ulrich. Denn Mode wird am Freitag und Samstag in der Schneiderstraße und im unteren Teil der Eisenbahnstraße großgeschrieben. Als Inhaberin des Otto Kern Store Kaiserslautern hat sie in Sachen Damen-Mode einiges zu bieten. „Endlich passiert mal was in unserem Viertel, endlich haben auch wir Geschäftsleute Grund zum Feiern“, verweist sie auf das Festival „Mode-Kulinarik-Straßenkunst“.
Mit ansehen zu müssen, dass nach dem Weggang von C&A und Aldi immer weniger Kunden die Eisenbahnstraße aufsuchten, hat Susanne Ulrich und zahlreiche weitere Geschäftsleute in ihrem Umfeld nachdenklich gestimmt und gleichzeitig aktiv werden lassen.
Endlich habe das Citymanagement begriffen, dass auch in der Eisenbahnstraße etwas passieren muss, um diese bei den Lauterern wieder ins rechte Licht zu rücken. „Wir haben tolle Geschäfte und unsere modisch orientierten Sortimente können sich sehen lassen“, bricht die frühere Angestellte bei Otto Kern, die seit 2004 den nach dem 2017 verstorbenen Modefürsten benannten Store in eigener Regie betreibt, eine Lanze für die örtliche Modemeile. Wie die rund 60 Händler und Gastronomen, die sich an dem Festival beteiligen, hat sich auch Susanne Ulrich etwas einfallen lassen. Zehn Prozent gewährt sie an beiden Tagen auf das ganze Sortiment. „Ein Glas Prosecco und Häppchen inbegriffen.“
Wie alle Beteiligten hofft sie auf einen guten Besuch der Veranstaltung. Da das Festival gut beworben sei, baut sie neben Besuchern aus Kaiserslautern auch auf Gäste aus dem Umland. „Wir müssen uns mit unserem modischen Angebot nicht verstecken“, spricht sie für die Modewelt, die sich in der Schneider- und Eisenbahnstraße etabliert hat. Sonst sei die Eisenbahnstraße bei Festivitäten in der Stadt immer abgehängt, bedauert sie. „Jetzt werden auch die Parkflächen entlang der Straße bei uns für zwei Tage geräumt und Platz für Unterhaltung und Kulinarik geschaffen.“ Warum sollte eine solche Aktion nicht auch in den Wochen vor Weihnachten möglich sein, fragt Susanne Ulrich und ist der aktuellen Zeit bereits voraus.