Wasserball
Kaiserslauterer SK spielt vor Rekordkulisse
Nur 48 Stunden nach dem ungefährdeten 22:11 (5:2/6:1/5:3/6:5) Sieg gegen den SC Poseidon Worms behielten die Krokodile vor einer imposanten Kulisse in einem umkämpften Match auch gegen Swimming Luxembourg mit 15:12 (2:3/5:3/3:4/5:2) die Oberhand. Während normalerweise um die 20 Zuschauer bei Spielen der Lauterer Wasserballer zugegen sind, tummelten sich am Donnerstag knapp 100 im Monte Mare, die das von den Krokodilen als „erstes Heimspiel gegen eine ausländische Mannschaft“ beworbene Aufeinandertreffen mit dem Team von Swimming Luxembourg sehen wollten.
Die meisten von ihnen hatten zwei Tage zuvor die Begegnung mit dem SC Poseidon Worms an gleicher Stelle nicht miterlebt, dabei allerdings auch nicht allzu viel verpasst. Gegen die nur zu zehnt angereisten Rheinhessen bot der KSK nämlich eine eher durchwachsene Leistung, für die sinnbildlich war, dass er bereits nach einer halben Minute mit 0:1 zurücklag. Zwar sollte dies die einzige Führung für die Gäste bleiben und bis zur ersten Pause lagen die Krokodile auch schon mit 5:2 vorne, aber ein schönes Spiel war es nicht. Am Ende gewann der KSK zwar mit 22:11, musste aber bittere Pillen schlucken: zwei Rote Karten gegen Trainer Karsten Schöniger und Dirk Feddeck.
Trainer auf der Tribüne
Während Letzterer in der Partie gegen Luxemburg trotzdem eingesetzt werden durfte, musste der Coach sich auf der Tribüne unter die Zuschauer mischen und sah von dort eine hochklassige Partie. Die prächtige Kulisse stachelte die Spieler zu Höchstleistungen an. Die Schiedsrichter hatten jede Menge zu tun und verhängten insgesamt 27 persönliche Strafen, die sich auf beide Mannschaften verteilten. So resultierten gleich drei Treffer im ersten Viertel aus Strafwürfen. Während der KSK aber nur seine beiden Fünfmeter verwandeln konnte, trafen die Gäste auch zweimal aus dem Spiel heraus und gingen mit einer 3:2-Führung in die erste Pause.
7:6 stand es zur Halbzeit und in der Schlussminute des dritten Viertels gab es eine vorentscheidende Szene: Nach einem Ausschluss griff einer der stärksten Akteure der Gäste weiter ins Spiel ein und quittierte mit dem fälligen Strafwurf seinen dritten persönlichen Fehler. Beim Ausführen dieses Fünfmeters, der den Weg ins Netz fand, trat ein Luxemburger nach dem Schützen und wurde ebenfalls vorzeitig zum Duschen geschickt. Da die Unsportlichkeit allerdings stattfand, bevor der Ball die Hand verlassen hatte, musste der Strafwurf wiederholt werden. Diesmal blieb der Luxemburger Torwart der Sieger, sodass es mit 10:10 in die letzte Pause ging.
Härtetest am Donnerstag
Die Gäste mussten jetzt den vielen Hinausstellungen Tribut zollen – vier waren es insgesamt, und der KSK gewann letztendlich mit 15:12.
Am Donnerstag wartet schon der nächste Härtetest auf die Lauterer, wenn ab 20 Uhr mit dem SV Friedrichsthal II der aktuell Drittplatzierte im Monte Mare zu Gast ist. Zuschauer sind wieder willkommen.