Wasserball Kaiserslauterer SK feiert Kantersieg gegen den Meister

War der beste Schütze des KSK: Jens Feddeck.
War der beste Schütze des KSK: Jens Feddeck.

Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs haben zum Beginn der Pflichtspielrunde ein Ausrufezeichen gesetzt: Mit einer 26:9 (7:2/6:2/6:3/7:2)-Klatsche schossen sie den SSV Trier förmlich aus dem Monte Mare und setzten sich vorübergehend an die Tabellenspitze der Regionalliga Südwest.

Dem amtierenden Meister von der Mosel muss man allerdings zugutehalten, dass er nur mit einem dünn besetzten Kader antreten konnte, was im Gegensatz zum vergangenen Sommer diesmal zu wenig war. Am Donnerstag steigt der KSK2 mit der Partie bei den Masters des SV Friedrichsthal in die Saison 2024/2025 ein (Spielbeginn ist um 20.30 Uhr in der Lakai in Neunkirchen).

Das Fazit von Johannes Bröhl – ein ehemaliger Lauterer, der momentan für den SSV Trier ins Wasser springt –, fasste das Geschehen in den vorausgegangenen 32 Spielminuten perfekt zusammen: „Wenn wir heute nicht selbst in den Angriff geschwommen wären, hätten wir die Niederlage wohl in erträglichen Grenzen gehalten.“ In der Tat waren mehr als die Hälfte der KSK-Treffer nämlich aus Kontern entstanden, nachdem die schnellen Lauterer Schwimmer die weit aufgerückten Gäste förmlich stehen ließen und oft in Überzahl vor dem Trierer Schlussmann auftauchten. Der hielt zwar, was zu halten war, und hatte auch mehrfach das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, dass die Gastgeber nur das Aluminium trafen, allerdings musste er – wie sein gesamtes Team – trotzdem fast machtlos zusehen, wie der KSK einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg einfuhr.

Bereits nach drei Minuten stand ein 4:0 auf der Anzeigetafel. Bis zur ersten Pause hatten die Hausherren den Vorsprung auf 7:2 ausgebaut und bis zum Seitenwechsel waren sie auf 13:4 davongezogen. Somit konnte Neu-Coach Karsten Schöniger – am Beckenrand unterstützt von Ulf Feddeck, der wie Jan-Philipp Minges kurzfristig passen musste – ein relativ relaxtes Halbzeitfazit ziehen. Echten Grund zur Kritik gab es zwar kaum, weswegen für Außenstehende die Aufforderung zu konsequenterer Chancenverwertung, besserem Passspiel und mehr Konzentration in der Abwehr fast schon wie Jammern auf hohem Niveau erscheinen konnte.

Gelungenes Trainerdebüt

Doch das Team hatte anscheinend gut zugehört und ließ trotz munterem Durchwechseln auch in den beiden folgenden Vierteln nicht locker. Da sich die nur zu neunt angereisten Trierer nicht hängen ließen, bis zum Ende munter mitspielten und auf eigene Abschlüsse drängten, boten sich den Lauterern weiterhin viele Kontermöglichkeiten, die auch meist zum Torerfolg führten. Und so endete die zweite Halbzeit mit 13:5 ähnlich wie die erste, was zu einem letztendlich überdeutlichen 26:9-Heimerfolg für die Krokodile und einem gelungenen Trainerdebüt für Karsten Schöniger führte.

Bester Schütze des KSK, bei dem sich die Erfolgserlebnisse ansonsten gleichmäßig verteilten, war Jens Feddeck, der mit neun Toren alleine so oft traf, wie der Gegner zusammen, wobei er drei Treffer per Fünfmeter erzielte. Während das Team bei den Strafwürfen eine hundertprozentige Quote erreichte, war beim Überzahlspiel (ein Treffer in fünf Versuchen) Luft nach oben. Das kann der KSK1 aber bereits in gut einer Woche besser machen, wenn er am Donnerstag, 6. Februar, den SV Friedrichsthal II im Monte Mare empfängt.

So spielten sie

KSK1: Ilya Dmytriiev (Tor), Johann Lehmann, Lukas Allmann, Johannes Diehl, Niklas Birich (2 Treffer), Jens Feddeck (9), Björn Schlick (2), Jacob Schirra (2), Stefan Stranz, Kyrylo Dmytriiev, Leon Birich (4), Mattis Starck (3), Dirk Feddeck (4).

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