Wasserball
Kaiserslauterer SK feiert die doppelte Regionalligameisterschaft
Vor gut sechs Wochen beendeten die Wasserballer des KSK die Saison 2025/2026 mit einem historischen Ergebnis: Erstmals seit 15 Jahren holten die Krokodile in der südwestdeutschen Regionalliga die Meisterschaft. Auch die Reserve wurde eine Klasse tiefer Meister.
Nach einem enttäuschenden fünften Platz im Vorjahr starteten die Krokodile überraschend mit fünf Siegen in die neue Saison, dank der Rückkehr von Jan-Philipp Minges und einer taktischen Verbesserung des Nachwuchses. Mit Karsten Schöniger hatte der KSK wieder einen Trainer, der sich voll aufs Coaching konzentrieren konnte. Die Krokodile holten in der Gruppe A der Regionalliga Südwest aus den ersten fünf Partien die maximale Punktzahl von 15 Punkten. Besonders beeindruckend war der 26:9-Sieg gegen den amtierenden Meister SSV Trier im Monte Mare. Auch die nächsten Heimspiele gegen SV Friedrichsthal II (19:8), WSV Ludwigshafen II (17:6) und SC Poseidon Worms (25:7) wurden souverän gewonnen, was den Krokodilen bis zur Sommerrunde jedoch nur Platz zwei bescherte, weil Friedrichsthal I zwei Spiele mehr ausgetragen hatte.
Meisterschaft auf der Couch
Im Mai begann die heiße Phase der Saison für die erste Mannschaft, nachdem die Reserve bereits Meister geworden war. Zwei Siege gegen die Masters des SV Friedrichsthal und ein Punktgewinn gegen SV 08 Saarbrücken sicherten den Titel. Die kleinen Krokodile feierten zu Hause, weil sie nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden konnten.
Die erste Mannschaft kam mit einem 15:10-Sieg gegen SV Friedrichsthal II aus der Osterpause. Doch ein Unentschieden gegen Friedrichsthal I und eine 15:16-Niederlage gegen SC Neustadt II führten zu Nachbesprechungen. Trotz zwölf Punkten Rückstand und fünf Siegen aus den letzten fünf Spielen zeigten die Krokodile die richtige Reaktion. Siege gegen Worms (20:11) und Trier (18:10) folgten, bevor das Rückspiel gegen Neustadt die vielleicht wichtigste Partie der letzten 15 Jahre wurde. Nach einem 1:4-Rückstand drehte der KSK das Spiel und gewann mit 22:13. Der letzte Sieg gegen WSV Ludwigshafen II (23:13) besiegelte die Meisterschaft. Vier KSK-Spieler waren bereits 2010 dabei, als das Team in Ludwigshafen Meister wurde.
Die Abschlusstabelle der Regionalliga Gruppe A war am Ende dreigeteilt: Die Krokodile und Friedrichsthal I führten mit 31 Punkten, wobei der KSK das bessere Torverhältnis hatte und auch den direkten Vergleich gewann. SC Neustadt II (18 Punkte), SV Friedrichsthal II (17), SSV Trier (14) und WSV Ludwigshafen II (12) folgten im Mittelfeld. SC Poseidon Worms landete auf dem siebten Platz. Gruppe B gewann der KSK 2 mit elf Punkten, weit vor SV 08 Saarbrücken (4) und den Masters des SV Friedrichsthal (3).
Namen, Spiele, Tore
Jens Feddeck führte die Torschützenliste der Regionalliga mit 64 Treffern aus zwölf Partien an. Dirk Feddeck erzielte 35 Tore und Jacob Schirra 22. Leon Birich lag in der internen Liste der Gruppe B mit zwölf Treffern vorn, musste sich die Torjägerkanone aber mit Benjamin Sausen vom SV Saarbrücken teilen. Stefan Stranz war der einzige Spieler, der in allen 16 Saisonbegegnungen dabei war.
Die Kehrseite der Medaille
Vor der Saison 2025/2026 stehen viele Fragezeichen. Trainer Karsten Schöniger kündigte nach der Doppel-Meisterschaft seinen Rücktritt an. Auch bezüglich der Pflichtspielrunde gibt es offene Punkte: SC Neustadt II und SV Friedrichsthal I planen den Aufstieg. Eine Reform der höchsten deutschen Spielklasse könnte die Regionalliga zur „vierten Liga von oben“ machen – für den KSK trotz der Meisterschaft also zumindest „numerisch“ ein Abstieg.
Statistik
Arbeitsnachweis der Krokodile in der Regionalliga Südwest (in Klammern: Spiele/Tore in Gruppe A (1. Mannschaft) – Spiele/Tore in Gruppe B (2. Mannschaft)): Aziz Abdullah (0/0 – 1/0), Lukas Allmann (7/4 – 4/6), Leon Birich (10/15 – 4/13), Niklas Birich (10/15 – 4/6), Frank Dick (2/0 – 1/0), Johannes Diehl (7/2 – 3/0), Ilya Dmytriiev (11/0 – 3/2), Kyrylo Dmytriiev (4/2 – 4/2), Dirk Feddeck (12/35 – 0/0), Jens Feddeck (12/65 – 0/0), Ulf Feddeck (11/4 – 3/1), Gleb Grinke (0/0 – 2/0), Lea Korn (4/2 – 4/2), Johann Lehmann (9/6 – 3/5), Jan-Philipp Minges (10/18 – 0/0), Jacob Schirra (9/22 – 0/0), Björn Schlick (11/17 – 0/0), Karsten Schöniger (1/0 – 0/0), Lukas Starck (2/1 – 1/0), Mattis Starck (11/7 – 4/9), Stefan Stranz (12/8 – 4/6), Adrian Zismann (3/0 – 1/1)