Kaiserslautern / Elmstein RHEINPFALZ Plus Artikel Kaiserslauterer Einser-Abiturientin zieht mit Hund und Freund nach München

Luna Cambeis hat das beste Abitur 2026 an der IGS Bertha von Suttner in Kaiserslautern gemacht. Direkt danach ist sie nach Südde
Luna Cambeis hat das beste Abitur 2026 an der IGS Bertha von Suttner in Kaiserslautern gemacht. Direkt danach ist sie nach Süddeutschland gezogen.

Berlin oder München? Für Luna Cambeis ist die Entscheidung gefallen. Kaum hatte die „Bertha-Abiturientin“ ihr Zeugnis in Händen, ist sie nach München gezogen.

„Eine Großstadt muss es sein“, stand für die 19-jährige Lautrerin fest. Gemeinsam mit ihrem Freund hat sie in Poing, einer Gemeinde 20 Kilometer östlich von München, eine Wohnung bezogen. „Eine schöne Fügung“, freut sie sich, dass es so schnell geklappt hat. Neben dem Angebot einer Großstadt ist es die Natur, die sie um sich herum schätzt – die Möglichkeiten zu wandern und im Winter Ski zu fahren. Auch war ihr Hund, ein Mittelspitz aus dem Tierheim, ein Grund, die elterliche Wohnung zu verlassen. „Meine Eltern haben eine Katze und beide Tiere vertragen sich nicht so.“ Das war auch ein Anlass für Luna Cambeis, bereits gegen Ende der Schulzeit mit ihrem Freund zusammenzuziehen.

Mit 846 von 900 Punkten im Abitur ist ihre Chance nicht schlecht, Medizin zu studieren. „Lange konnte ich kein Blut sehen“, räumt sie ein. Das habe sich in der Oberstufe geändert. Dazu mag Biologie, neben Deutsch und Sozialkunde als Leistungsfächer, einen Beitrag geleistet haben. Biologie habe ihr Interesse für Forschung und naturwissenschaftliche Themen geweckt.

Schwieriger Schulweg von Elmstein nach Lautern

Dankbar ist sie Sandra Bankowsky, der Schulleiterin der IGS Bertha von Suttner, für den Hinweis, sich mit ihrem Zeugnis bei der Studienstiftung des deutschen Volkes für ein Stipendium zu bewerben. Parallel zu ihrem Studium beabsichtigt sie, mit Jobs im Bereich Social Media zum Lebensunterhalt beizutragen. „Ich zeichne, fotografiere gerne und bin kreativ.“ Zur Finanzierung ihres Studiums hat sie bereits seit der zehnten Klasse Geld zurückgelegt. „Ich habe Nachhilfe gegeben und an Wochenenden in der Gastronomie der Gartenschau gejobbt.“

Auch wenn sie die Schulzeit an „der Bertha“ genossen hat, ist Luna Cambeis froh, dass sie zu Ende ist. „Ich hatte über all die Jahre tolle Lehrer, die mich unterstützt haben.“ Nicht einfach war ihr Schulweg: Von ihrem Wohnort in Elmstein war sie auf einen Sonderbus angewiesen, der sie nach Kaiserslautern und wieder zurückgebracht hat. „Ich komme aus der Natur und lebe wieder in der Natur“, freut sie sich über ihr neues Lebensumfeld.

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