Nachspielzeit RHEINPFALZ Plus Artikel Japanische Impressionen für Katzweilers Trainer Gauch

Die Fans sind schon vor dem Fußballspiel Gamba Osaka gegen Kyoto Sanga FC in bester Stimmung. Unter den Zuschauern war Alexander
Die Fans sind schon vor dem Fußballspiel Gamba Osaka gegen Kyoto Sanga FC in bester Stimmung. Unter den Zuschauern war Alexander Gauch, der Trainer des SV Katzweiler.

Beim Duell mit dem Tabellenführer der Bezirksliga musste der SV Katzweiler ohne seinen Trainer auskommen. Alexander Gauch weilt am anderen Ende der Welt.

Osterruhe war für den SV Katzweiler nicht angesagt. Ein Nachholspiel beim SV Nanz-Dietschweiler stand auf dem Programm. Bei dem Duell mit dem Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga musste die Mannschaft allerdings ohne ihren Trainer Alexander Gauch auskommen, der noch immer am anderen Ende der Welt weilt – in der japanischen Hauptstadt Tokio. Es sei eine pulsierende, ja verrückte Megacity, beschreibt Gauch in einem Telefongespräch die fast zehn Millionen Einwohner zählende Stadt Tokio. Besonders beeindruckt zeigte er sich von dem Kontrast zwischen moderner, von Technik bestimmter Urbanität und traditioneller japanischer Kultur. So stoße man bei Streifzügen durch Tokio auf alte Tempel und wunderschöne Parkanlagen. Alexander Gauch besuchte nicht nur die japanische Metropole, er reiste durchs Land und sah auch andere Städte.

Bei seinen Reisen legt der Katzweilerer Trainer stets Wert darauf, dass das Sportliche nicht zu kurz kommt. Besuchte er in den Vereinigten Staaten eine American-Football-Partie, war es in Japan ein klassisches Fußballspiel – und zwar in Osaka, einer im Westen des Inselreichs gelegenen Stadt mit fast drei Millionen Einwohnern. Eine Begegnung aus der höchsten japanischen Spielklasse, der J1 League, zwischen Gamba Osaka und Kyoto Sanga FC. „Im Stadion waren rund 30.000 Zuschauer, die das ganze Spiel über sangen und für eine tolle Stimmung sorgten“, erzählt Gauch, der vor dem Spiel recherchierte und zu seiner Überraschung feststellte, dass Osaka mit Jens Wissing einen deutschen Coach hat. Vielleicht brachte Gauch seinem Trainerkollegen Glück: Osaka siegte mit 2:0. Für den SV Katzweiler lief es in Abwesenheit von Gauch nicht gut in Nanzdietschweiler. Am Ende stand eine klare Niederlage. Mitte der Woche kehrt Alexander Gauch aus dem Reich der aufgehenden Sonne zurück und will noch am selben Tag das Training leiten. Seine Elf braucht dringend Punkte im Kampf um den Klassenverbleib.

FV Ramstein Punkte statt Ostereier

Zu Ostern hat sich die Mannschaft des FV Ramstein selbst ein Geschenk gemacht – keine Ostereier, dafür aber drei wichtige Punkte. In einem Bezirksligaspiel setzte sie sich mit 4:1 beim abstiegsbedrohten FV Kindsbach durch. Damit beendete der FVR eine lange Durststrecke, in der ihm einfach nichts gelingen wollte. Die Misere begann mit dem ersten Spiel nach der Winterpause. „Nach der ersten Halbzeit hätten wir gegen Mackenbach eigentlich mit 5:0 führen müssen“, blickt der Ramsteiner Spielercoach Jonas Jung zurück. Trotz Überlegenheit und Torchancen noch und nöcher stand am Ende aber eine Niederlage. „Wir wussten nicht, was uns da passiert war“, beschreibt Jung die Ratlosigkeit nach der Partie. Anschließend verlor seine Mannschaft noch viermal in Folge. Verständlich, dass nach dieser Vorgeschichte die Erleichterung nach dem erfolgreichen Auftritt in Kindsbach groß war. „Wir befinden uns im Umbruch“, spricht Jonas Jung die schwierige Phase an, die sein Team durchleiden musste. Beim FV Ramstein setzt man verstärkt auf die eigene Jugend: Gegen Kindsbach standen gleich fünf Spieler im Alter von 18 bis 20 Jahren auf dem Platz. Ein frühes Tor spielte den Ramsteinern in die Karten. Bereits in der dritten Minute schoss Odisho Ishak sein Team in Führung. Der vom Flügel- zum Mittelstürmer mutierte Ishak erlief einen Steilpass und vollendete eiskalt. „Danach haben wir schnell für klare Verhältnisse gesorgt“, bemerkt Jung zum weiteren Spielverlauf. Zur Pause lag seine Truppe mit 3:0 vorne und siegte am Ende mit 4:1. Den vierten Treffer erzielte Ishak nach Vorlage von Jonas Jung. Mit dem Sieg festigten die Ramsteiner ihren siebten Tabellenplatz und konnten sich über Ostern erholen - vor allem Jonas Jung, dem nach dem Kindsbach-Spiel „alles wehtat“.

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