Kaiserslautern Inklusionsbeirat gegen neue Strecke des Firmenlaufs: „Schließt viele Menschen aus“

Der Firmenlauf begeistert seit vielen Jahren tausende Menschen in der Stadt.
Der Firmenlauf begeistert seit vielen Jahren tausende Menschen in der Stadt.

Der Inklusionsbeirat sieht in der neuen Streckenführung des Firmenlaufs ein Problem für all jene Menschen, die gehbeeinträchtigt sind. „Mit Bedauern müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass im Gegensatz zu den vorherigen Veranstaltungen dieser Art, ihr Event dieses Jahr gehbeeinträchtigte Menschen, ob diese nun mit Rollstühlen, Rollatoren, Stöcken oder ohne Gehhilfen teilnehmen wollten, ausschließt“, schreibt Carsten Ondreka in einem Brief an den Veranstalter. Das Problem: Die ausgewählte Strecke führt teilweise durch Waldgebiete, enthält Steigungen und Treppen und sei daher für die oben genannte Gruppe von Menschen nicht nutzbar. Neben Menschen mit einer Beeinträchtigung sei auch an ein „Gros an älteren Menschen“ nicht gedacht worden.

„Chance im Jubiläumsjahr verpasst“

So werde „in diesem besonderen Jahr – schließlich ist es ein Jahr voller Veranstaltungen zur 750-Jahr-Feier der Stadt Kaiserslautern – die Chance verpasst (...), ein inklusives Lauftreffen in all seiner Vielfältigkeit und Buntheit in die Innenstadt zu tragen“.

Der Firmenlauf – sonst rund um den Stiftsplatz ausgetragen und in der Schneiderstraße gestartet – wird in diesem Jahr erstmals am Fritz-Walter-Stadion gestartet. Von dort geht es am 11. Juni auf eine fünf Kilometer lange Runde zunächst Richtung Wald und Wildpark. Der Zieleinlauf ist im Stadion vorgesehen. Die abschließende Party findet rund um die Arena statt.

Viele Menschen, Gruppen und Organisationen – so sagt es Ondreka – seien auf ihn zugekommen und hätten die neue Streckenführung unter inklusiven Aspekten kritisiert. Der Beirat hoffe, dass sich die Ausrichter „eines Besseren besinnen und die nächsten Veranstaltungen wieder so organisieren, dass alle Menschen in Kaiserslautern, ungeachtet ihres Alters und ihrer Mobilitätseinschränkungen, teilnehmen können“.

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