Futsal RHEINPFALZ Plus Artikel Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern mit zwei Teams beim Landesfinale

Halbfinale der Mädchen zwischen dem Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern (in Rot) und der IGS Landstuhl.
Halbfinale der Mädchen zwischen dem Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern (in Rot) und der IGS Landstuhl.

Das Mädchen- und das Jungenteam des Heinrich-Heine-Gymnasiums haben sich für das Landesfinale des Fritz-Walter-Cups qualifiziert. Eine Überraschung gab es auch.

Da das Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) in Kaiserslautern eine Eliteschule des Fußballs ist, war es wenig überraschend, dass sowohl das Mädchen- als auch das Jungenteam am Montag als Favoriten in den Regionalentscheid in der Schillerschule in Kaiserslautern gingen. Das HHG hat eine eigene Fußballklasse, die zusätzlich vier Stunden pro Woche gezieltes Sportfördertraining erhält und entsprechend auf den Fritz-Walter-Cup hintrainiert, bei dem man die Heimatstadt des Ehrenspielführers der deutschen Nationalmannschaft repräsentiert.

Das HHG stellte sogar zwei Jungenteams, eines davon gespickt mit Spielern aus dem NLZ des 1. FCK. Doch als die beiden HHG-Teams in der Zwischenrunde aufeinandertrafen, gewann überraschend das Team ohne FCK-Spieler. Obwohl man die Möglichkeit gehabt hätte, den Kader für den Regionalentscheid noch zu verändern und einige der NLZ-Spieler mitzunehmen, entschied sich das HHG konsequent, mit der Siegermannschaft weiterzuspielen: „Wer gewinnt, der gewinnt und darf dann auch weiterspielen. Wir ziehen das so durch und gehen auch mit dem Team ins Finale“, stellt der zum Lehrerteam des HHG gehörende Florian Düx klar.

Sieg im Sechsmeterschießen

Die Mädchen setzten sich in der Gruppe zunächst gegen die IGS Ernst Bloch aus Ludwigshafen (2:0) und die IGS Enkenbach-Alsenborn (2:0) durch, ehe sie im Halbfinale die IGS Landstuhl ebenfalls souverän mit 3:0 schlugen und damit den Einzug ins Landesfinale klarmachten. Die Kirsche auf der Sahnetorte war dann noch der Sieg im Sechsmeterschießen um Platz eins gegen die IGS Ernst Bloch, die sich ebenfalls für das Landesfinale qualifizierte. Da die Mädels fast alle aus dem jüngeren Jahrgang stammten und entsprechend körperlich unterlegen waren, ist der Sieg besonders hoch anzusehen. „Die meisten sind erst ein halbes Jahr bei uns, da ist noch enormes Potenzial. Die Mädchen haben sehr gut gespielt, trotz der großen Aufregung. Das ist nicht so einfach, jeder will sich beweisen“, lobte Erich Bernd vom Lehrerteam des HHG.

Auch die Jungs traten ähnlich souverän auf, überzeugten mit schönem Fußball. „Viele Kontakte, mutig sein. Viel passen, aber wenn es gut läuft, auch ins Eins-gegen-eins gehen. Spaß haben, sich etwas trauen, das ist die Devise“, erklärt Düx und führt aus: „In dem Alter sind viele Ballkontakte wichtig. Deswegen trainieren wir oft im Drei-gegen-drei, das ist optimal für die Halle.“ In der Gruppe besiegten sie zunächst die IGS Mainz-Bretzenheim mit 2:0, schlugen dann das Otto-Hahn-Gymnasium Landau in einer engen Partie mit 2:1. Der Halbfinalsieg gegen das Nordpfalzgymnasium Kirchheimbolanden war dann eine Machtdemonstration: 5:0 – der Einzug ins Landesfinale.

Hohe Leistungsdichte

Düx sprach im Nachhinein von einer hohen Leistungsdichte bei den gegnerischen Teams, sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungs: „Da war kein einfacher Gegner dabei. Wir haben als Team gekämpft, haben es wunderbar und routiniert gespielt, schönen Futsal gezeigt. Das hat sich am Ende ausgezahlt. Wir waren einen Schritt schneller als der Gegner, haben den Ball etwas präziser gespielt. Das hat die anderen Teams gefordert. Die hatten einzelne gute Spieler, doch bei uns haben alle gleichzeitig gut gespielt und super harmoniert“, resümiert Düx.

An dem positiven Fazit änderte auch die überraschende Niederlage im Sechsmeterschießen gegen das Gymnasium Schifferstadt nichts. Alle Platzierungsspiele wurden aus Zeitgründen nicht ausgespielt, sondern nur ausgeschossen.

Finale in der Barbarossahalle

Jetzt will das HHG den Doppelsieg im Landesfinale am 23. März in der Barbarossahalle in Kaiserslautern, will dort den Heimvorteil nutzen: „Wir freuen uns darauf“, so Düx.

Im Landesfinale um den Fritz-Walter-Cup werden jeweils die beiden besten Mannschaften, Mädchen und Jungen, aus den Regionen Trier und Koblenz anreisen, um den Gesamtsieger zu ermitteln. Der Veranstalter erwartet eine große Kulisse, mit vielen mitreisenden Fans, in der Lauterer Barbarossahalle.

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