Kaiserslautern
Hans Sachs verteidigt Wasgau-Ansiedlung
„Im Nordosten der Stadt fehlt weit und breit ein Vollsortimenter. Die Menschen, die hier wohnen, müssen für den Einkauf mit dem Anspruch einer bestimmten Sortimentstiefe quer durch die ganze Stadt etwa zu Edeka in die Zollamtstraße oder zum Wasgau-Markt in die Trippstadter Straße fahren. Oder in den Westen zu Globus“, argumentiert der Unternehmer Hans Sachs. Das schaffe zusätzlichen Autoverkehr in der Innenstadt. Aus seiner Sicht sollte deshalb für die Anwohner auch im Bereich Fliegerstraße die gleiche Voraussetzung geschaffen werden, wie etwa im Uniwohngebiet, wo Kunden beim Einkauf die Wahl hätten beispielsweise zwischen Edeka und Wasgau.
Die Discounter in der Umgebung von Hornbach können das Defizit an Sortimentstiefe laut Sachs nicht kompensieren, weil es nicht deren Geschäftsmodell sei. „Ein Vergleich mit Aldi, Penny oder Netto ist daher nicht geboten.“ Bei Wasgau gebe es Produkte, die es bei den Discountern nicht gibt. Die Bewohner des Quartiers würden profitieren. Sachs: „Wir haben aus der Bevölkerung des Stadtteils großen Zuspruch. Alle freuen sich auf die Ansiedlung. “
Der Hinweis auf den angeblichen Verdrängungswettbewerb in Zusammenhang mit dem „Pfalzcenter“, wie ihn die Grünen im Bauausschuss thematisiert hatten, ist für Sachs überhaupt nicht nachvollziehbar. „Die Schwierigkeiten von Real haben weder etwas mit dem Standort Mannheimer Straße noch mit dem geplanten Wasgau-Markt in der Mainzer Straße zu tun.“ Real habe zuletzt bundesweit Niederlassungen aufgegeben. „Gerade weil aber der Real-Markt in der Mannheimer Straße in Richtung Hochspeyer mit der Genehmigung für einen großflächigen Lebensmittelmarkt ausgestattet ist, ergab sich eine Bieterschlacht, bei der sich am Ende Edeka durchgesetzt hat.“ Wenn jetzt Edeka komme, habe das auf seine Pläne an der Mainzer Straße überhaupt keinen Einfluss. „Beide Projekte tangieren sich nicht, haben nichts miteinander zu tun. Real hat heute ein ganz anderes Einzugsgebiet, das geht von Hochspeyer bis ins Neustadter Tal, Menschen, die an dem Stadteingang vorbeifahren, kaufen dort ein.
Sachs betonte, ihm gehe es auch darum, die Brache am Stadteingang gegenüber von Hornbach hin zur Ländelstraße nach einer Dauer von 20 Jahren endlich architektonisch attraktiv und adäquat umgesetzt zu bekommen. Der Gestaltungsbeirat und das Referat Stadtentwicklung sowie bis auf die Grünen alle Fraktionen im Stadtrat befürworteten das. Außer einem Wasgau-Markt mit 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche sollen auf dem früheren Gelände der Firma Trapobet, die derzeit eine Sandwüste ist, ein Fitnesscenter und ein Abhollager für Hornbach entstehen. Sachs will ein 20 Meter hohes Gebäude errichten.