Wo isst Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Guter Tipp: Im Berg Athos in Lautern gibt es Gyros und Souvlaki mit Urlaubsflair

Die Weinblätter werden mit Zitrone serviert.
Die Weinblätter werden mit Zitrone serviert.

Freunde der traditionellen griechischen Küche kommen im Berg Athos auf ihre Kosten. Der Andrang ist dort ebenso groß wie die Auswahl an Gerichten.

Wer es findet, findet es gut: das griechische Restaurant Berg Athos. Von außen wirkt es etwas unscheinbar, ist leicht zu übersehen. 45 Sitzplätze gibt es bei dem Griechen, der im Schatten der Mall residiert und viele Stammkunden anzieht. Ohne Reservierung wird es zumindest am Wochenende schwer, einen freien Tisch zu ergattern. Also vorbestellen!

Frisch aus dem Ofen: die Moussaka, der typisch griechische Auflauf.
Frisch aus dem Ofen: die Moussaka, der typisch griechische Auflauf.

Als wir an einem Freitagabend zum Testessen vorbeischauen, sind um 18.30 Uhr schon alle Plätze besetzt. Im Hintergrund läuft unaufdringliche Instrumentalmusik von der Balkanhalbinsel. Wer sich darauf einlässt, fühlt sich schnell wie im Urlaub – mit Tavernenatmosphäre. Das liegt auch an der Einrichtung, den Sitznischen, den angedeuteten kleinen Dächern. Heimelig. Und gut für eine Unterhaltung, bei der man die Gespräche des Nachbarn nicht ungewollt mithören muss. An der Theke sind unter dem FCK-Wimpel Ouzoflaschen aufgereiht, an den Wänden hängen tönerne Amphoren und Bilder mit den typischen Hellas-Motiven, weiße Häuser, blaue Dächer, Boote und Meer. Auf jedem Tisch eine Rose und Kerzen. Der Empfang ist herzlich in dem Lokal, das seit dem Jahr 2008 von der Familie Muric geführt wird und das damit wirbt, dass alles hausgemacht ist.

Kross und mit reichlich Tzatziki: Das Gyros vom Drehspieß überzeugt.
Kross und mit reichlich Tzatziki: Das Gyros vom Drehspieß überzeugt.

Große Auswahl an Gerichten

Als die Speisekarten gereicht werden, stellt sich leichte Überforderung ein. Das wird nicht einfach. Offeriert werden sämtliche Klassiker der griechischen Küche, von Souvlaki und Bifteki bis hin zu Grillspezialitäten des Hauses wie dem Athos-Teller mit vier verschiedenen Sorten Fleisch, Pommes und Salat oder dem Marathon-Teller mit Gyros, Lammkotelett, Souflaki und Beilagen. Bei den Soßen haben die Gäste die Wahl, die Metaxa-Variante inklusive. Auch klassisch-deutsche Schnitzelgerichte, Schweinelende in verschiedenen Varianten sowie südamerikanische Rinder- und Filetsteaks stehen auf der Speisekarte, ebenso Fischspeisen wie Lachs, Calamari und Seezungenfilet. Für Vegetarier gibt es Juvetzi, ein Auflaufgericht aus Brokkoli, Blumenkohl und griechischen Nudeln oder den Grillspieß Halloumi. Auch bei den Vorspeisen wird jeder fündig: Salate, Gigantes, Sahanaki, Schnecken, gefüllte Champignons und andere Gemüse. Wer großen Hunger hat, kann den Meza-Teller bestellen oder den Pikilia-Teller mit verschiedenen kalten Vorspeisen. Mehr Auswahl geht nicht.

Wird seit dem Jahr 2008 von der Familie Muric geführt: das Restaurant Berg Athos in der Richard-Wagner-Straße.
Wird seit dem Jahr 2008 von der Familie Muric geführt: das Restaurant Berg Athos in der Richard-Wagner-Straße.

An dieser Stelle finden Sie Kartenmaterial von Google Maps.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Wir entscheiden uns für Dolmadia, die gefüllten Weinblätter, und die gegrillten Peperoni. Die Weinblätter, die einem von uns etwas zu säuerlich sind, schmecken den anderen dreien ausgezeichnet: leicht gewürzt, lauwarm, mit nicht zu pappigem Reis. Die Peperoni erweisen sich als echte Gaumenkitzler. Perfekt gewürzt und mit Kräutern verfeinert. Beides kommt 15 Minuten nach der Bestellung zusammen, so wie es sein soll.

Den Ouzo spendiert der Chef. Und es bleibt nicht bei einem.
Den Ouzo spendiert der Chef. Und es bleibt nicht bei einem.

Moussaka gibt es nur am Wochenende

Beim Hauptgang fällt die Wahl auf Gyros mit Pommes, Tsatsiki und Salat sowie die Moussaka, den traditionellen griechischen Auflauf mit Auberginen, Hackfleisch, Kartoffeln und Bechamelsauce, die es im Berg Athos nur am Wochenende gibt. Gut gewählt. Die Moussaka ist frisch und direkt aus dem Ofen. Wer das griechische Original sehr deftig mag, dem ist es ein bisschen zu kartoffellastig, ansonsten aber gibt es nichts auszusetzen. Das Gyros kommt direkt vom Drehspieß, ist kross, sehr fein geschnitten und gut mariniert. Die gegrillten Souvlaki sind butterzart und ebenfalls gut gewürzt. Das Tsatsiki, das auch schon zu den Vorspeisen gereicht wurde, ist so, wie es sein soll: Viel Knobi und Dill, gut durchgezogen, fein im Geschmack. Auch das einzige deutsche Gericht auf unserem Tisch weiß zu überzeugen: ein Schweinelendenspieß mit Soße und frischen Champignons. Alle Gerichte sind schön angerichtet, mit frischen Kräutern versehen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, ganz günstig ist es allerdings nicht.

Die pikanten gegrillten Peperoni sind ein Gaumenkitzler.
Die pikanten gegrillten Peperoni sind ein Gaumenkitzler.

Griechische Gastfreundschaft wird zelebriert

Bei der Umfrage zu den beliebtesten Restaurants der RHEINPFALZ-Leser landete Berg Athos auf Platz 3. Der Grieche, der von den Brüdern Arif und Nerko Muric geführt wird, ist ein Traditionslokal, das von der Impulsivität und dem Können der beiden lebt. Arif wirkt in der Küche, Nerko ist – ganz Gastgeber – im Lokal unterwegs, zusammen mit mehreren Servicekräften. Der Small Talk mit seinen Gästen ist ihm offensichtlich wichtig, auch wenn diese – wie wir – nicht zum Stammpublikum zählen. Nach der Vorspeise fragt Nerko, ob alles schmeckt. Seinen großen Auftritt hat er aber, als es ans Bezahlen geht. Plötzlich stehen mehrere Gläschen Ouzo auf dem Tisch. Das Schnäpschen ist von einer feinen Eisschicht überzogen. Und dann kommt der Chef zum Anstoßen, erklärt, der 40-Prozentige sei selbst gemacht und schmecke nach Anisplätzchen. Doch es gebe auch Varianten mit Himbeere und Limette. Zu „Jámas“, was so viel wie „Zum Wohl“ heißt, stoßen wir an. Und kriegen kurz darauf nochmal eine Runde mit der Ouzo-Limettenvariante spendiert. Nochmal „Jámas!“ So geht Gastfreundschaft.

gastroserie bewertung berg athos
x