Kaiserslautern Gemeinsam Müll sammeln: „World Cleanup Day“ am 18. September

 Maryam Arabshahi organisiert nach 2020 auch dieses Jahr einen „World Cleanup Day“ in Kaiserslautern. Sie hofft auf viele Mitstr
Maryam Arabshahi organisiert nach 2020 auch dieses Jahr einen »World Cleanup Day« in Kaiserslautern. Sie hofft auf viele Mitstreiter.

Großputz, die Zweite: Nachdem der „World Cleanup Day“ im vergangenen Jahr eine erfolgreiche Premiere in Kaiserslautern feierte, geht es in diesem Jahr wieder mit hochgekrempelten Ärmeln in Runde Zwei: Am 18. September dürfen wieder die Zangen und Plastikbeutel gezückt werden, um zwei Stunden lang die Stadt zu ,,entmüllen“. Wieder unter der Führung von TU-Studentin Maryam Arabshahi – aber auch mit einigen Neuerungen.

Etwa 45 Freiwillige und fast 85 Kilogramm Müll: So lautete die Bilanz des ersten „World Cleanup Day“ in Kaiserslautern 2020. Die soll in diesem Jahr – idealerweise – übertroffen werden. Maryam Arabshahi: „Ich mache immer mal wieder kleine Waldsammelaktionen mit Freunden. Und ich denke jedes Mal: ,Heute räumen wir auf, morgen auch und in einer Woche ist wieder alles sauber.’ Aber leider ist es nicht so“, sagt die Sauberkeitsaktivistin. „Man darf trotzdem nie aufgeben. Denn nur wenn wir solche Aktionen regelmäßig machen, können wir langfristig die Menschen dazu motivieren, sich bewusster mit dem Thema Müll auseinanderzusetzen.“

Genau deshalb soll es in diesem Jahr weitergehen. Wie schon im Jahr zuvor wird die Aktion in Kaiserslautern von der Hochschulgruppe Future Nachhaltigkeit getragen. Auch der Allgemeine Studierendenausschuss sponsert wieder finanzielle Mittel, Tische und Zelte. Und die Stadtbildpflege stiftet erneut die nötigen Materialien wie Zangen, Beutel und Handschuhe. Treffpunkt zum Start und Ende der Aktion ist wieder der Altenhof, von dem aus die Freiwilligen in kleinen Gruppen über die markierten Routen – das heißt: pro Gruppe eine Straße – schreiten und Bordsteinrillen wie Kopfsteinpflaster von Zigarettenstummeln, Plastikverpackungen und Glasscherben befreien.

Diese Jahr sind gezielt Schulen angefragt worden

Um das langfristige Umdenken in der Gesellschaft anzukurbeln, haben sich die Organisatoren um Arabshahi etwas Neues einfallen lassen: Zum ersten Mal sind in diesem Jahr Schulen für die Aktion angefragt worden. Die ersten Schulklassen haben sich schon zurückgemeldet. „Unsere Generation sollte nicht an Enkelkinder denken und ihnen die Verantwortung zuschieben. Wir sollten an uns denken und müssen jetzt Verantwortung übernehmen – jeder von uns“, sagt Arabshahi.

Ihr Engagement für eine saubere Umwelt trägt die im Iran geborene Perserin schon seit vielen Jahren mit sich. Umso „schockierender“ war es für die 33-jährige Informatik-Studentin, dass sie ausgerechnet in dem Land, von dem es heißt, Ordnung und Sauberkeit sei das höchste Gut, so viel Müll auf den Straßen, in den Wäldern und in den Parks zu finden. „Ich war doch sehr enttäuscht“, sagt sie. Doch damit war auch ihre Motivation, selbst anzupacken, schnell entfacht. Und so soll auch der 18. September zum Anlass werden, nicht nur die Stadt zu verschönern, sondern Motivation zu schaffen.

Losgehen soll es in diesem Jahr ab 10 Uhr. Um 12 Uhr sollten alle Müllsammler mit ihren „Funden“ wieder zum Altenhof zurückkehren, ihre „Schätze“ wiegen lassen und ihre verdienten Urkunden einheimsen. Die frühere Uhrzeit sei bewusst gewählt, „damit wir es dieses Jahr rechtzeitig zum Wertstoffhof schaffen, der an Samstagen bereits um 14 Uhr schließt“.

INFO

Der „World Cleanup Day“ in Kaiserslautern startet am 18. September, 10 Uhr, am Altenhof. Das Anmeldeformular gibt es unter www.asta.uni-kl.de/cleanupday/. Anmeldeschluss ist Samstag, 11. September. Teilnehmer werden gebeten, einen Mundschutz mitzubringen.

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