Kaiserslautern Freitag geht’s los: Straßentheater- und Musik-Festival „Alles muss raus“ startet mit einer Revue in der Fruchthalle

Waren im vergangenen Jahr auf den Straßen der Stadt unterwegs: das ClownsTheater „Hacki und Möppi“.
Waren im vergangenen Jahr auf den Straßen der Stadt unterwegs: das ClownsTheater »Hacki und Möppi«.

„Alles muss raus“ – Deutschlands einzigartiges Straßentheater- und Musik-Festival meldet sich zurück. Ab Freitag, 14. Juli, bringen über drei Tage mehr als 200 Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Beeinträchtigung in rund 25 Ensembles aus sieben Ländern in 80 Einzelveranstaltungen Musik, Tanz, Akrobatik und ganz spontane Verrücktheiten auf die Bühnen und in die Straßen der Innenstadt: ein Fest der Begegnung direkt vor der Haustür.

Veranstaltet von der Lebenshilfe Westpfalz und der Lebenshilfe Kunst und Kultur gGmbH zusammen mit der Stadt Kaiserslautern und dem Kultursommer Rheinland-Pfalz beginnt das Festivalprogramm am Freitagabend in der Fruchthalle, auf vielfachen Wunsch wieder mit einer eigens hierfür gestalteten „Alles muss raus“-Revue. Mit jeder Menge Musik, Tanz und Akrobatik bringt die frisch aus Australien angereiste Band „The Beez“ als Gastgeber direkt einen Schwung Künstlerinnen und Künstler mit und dazu Raum für spontane Verrücktheiten.

Im Freien geht es danach weiter mit dem Fußball-Tanzstück La Partida auf den Stiftsplatz und im Anschluss daran mit einem explosiven Konzert von „Mokoomba“ auf dem Schillerplatz. Nach seiner Umgestaltung habe der Platz in diesem Jahr bei den Planungen eine große Rolle gespielt, berichtet Festivalleiter Andreas Meder. So lädt am Samstag und Sonntag der Belgier Benjamin Vandewalle dort zu einem spannenden Perspektivwechsel in sein interaktives „Studio Cité“ ein.

Vom Altenhof und dem Schillerplatz über den Hof der Stiftskirche, den Martinsplatz und den Stockhausplatz bis zum Wadgasserhof und dem Hof des Theodor-Zink-Museums wollen Theater- und Tanzensembles die Innenstadt am Samstag und Sonntag tagsüber in eine große Bühne verwandeln. Poetisch begrüßt etwa das Tanzstück „The Rumble“ im Wadgasserhof und fragt nach dem Gleichgewicht des Lebens, während auf der Wiese am Pfalztheater im „Duo à deux mètres“ am chinesischen Mast die Kräfte der Erdanziehung scheinbar überwunden werden.

Umherstreifende Passanten werden vermutlich der Giraffe des One-Man-Zoos begegnen oder den putzwütigen Zimmermädchen zur Hilfe eilen. Sie können sich auch beim Mime-Minimale-Handarbeitskränzchen vor der Stiftskirche entspannen oder mit dem Clown Murmuyo den Straßenverkehr regeln. Festivalleiter Meder spricht von einer gelungenen Alltagsinklusion, von Treffen auf Augenhöhe .

Umrahmt werden die Tanz- und Theaterperformances von Konzerten auf dem Martinsplatz. „SopaLoca“ bringen Gute-Laune-Brassmusik mit und die „Hora-Band“ lässt gleich die ganze Welt in Schwingung geraten. Beim Abschlusskonzert am Sonntag auf dem Schillerplatz bringt ein Wiedersehen und Wiederhören mit „The Beez“ „Alles muss raus“ in bewährter und tanzbarer Art und Weise zu einem guten Ende.

Info:

Alle Straßentheaterveranstaltungen sind wetterabhängig – je nach Witterung kann es zu zeitlichen oder örtlichen Verschiebungen kommen. Informationen sind an den Veranstaltungstagen am Infopoint in dem Kiosk am Stiftsplatz erhältlich. Das detaillierte Programmheft liegt ab sofort an der Tourist Info, der Gartenschau und anderen Stellen in der Stadt aus. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei – mit Ausnahme der Eröffnungs-Revue am Freitag um 19.30 Uhr in der Fruchthalle. Eintrittspreis: 5 Euro. Kartenvorverkauf: Tourist Information Kaiserslautern, Telefon 0631 3652316, und am Haupteingang der Gartenschau an der Lauterstraße, Telefon 0631 7100760 sowie an der Abendkasse der Fruchthalle ab 18.30 Uhr.

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