Krickenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Florian Müller ist die „gute Seele“ beim Bildhauersymposium

In der Freiluftküche des Sandsteinwerks Picard: Flo Müller.
In der Freiluftküche des Sandsteinwerks Picard: Flo Müller.

Er ist die sprichwörtliche „gute Seele“ des Bildhauersymposiums im Steinbruch Picard. Und das schon zum dritten Mal. Denn Florian Müller beherrscht gleich mehrere Künste.

Seine Premiere beim Bildhauersymposium des Vereins Skulpturen hatte Florian Müller 2020. Damals noch als Künstler am Sandstein. Seine Skulptur „Antrum“ ist seitdem auf dem ZAK-Gelände zu besichtigen. Eine andere Seite galt es dann bei der Folgeausgabe im August 2023 zu entdecken. Denn Florian Müller, den alle eigentlich nur Flo nennen, tauschte Hammer und Meißel gegen Kochschürze und -löffel ein. Und wurde damit zu so etwas wie einem „Maître de Plaisir“ des Symposiums. Was er auch bei der derzeit laufenden, 15. Auflage des Symposiums wieder ist.

Dabei kommt auch noch eine andere Fähigkeit des Sohnes eines deutschen Bildhauers (Ulrich Johannes Müller) und einer italienischen Bildhauerin (Maria Claudia Farina) zum Tragen: die Musik. Nicht nur am (Feier-)Abend, sondern auch bei Vernissage und Finissage ließ und lässt sich Müller mit seiner rauen Stimme, einer über und über beklebten Wandergitarre und Liedern in italienischer Sprache à la Lucio Dalla & Co. schon vernehmen. Und diese Leidenschaft packt den 33-Jährigen heute mehr denn je.

Konzerte in Norditalien

Vor allem in Norditalien – Müller lebt selbst mit seiner Freundin in Rho bei Mailand – sei er derzeit unter dem Künstlernamen Flo Spaguetty konzertmäßig unterwegs. Wobei der Begriff Konzert noch zu kurz greift. Denn mit allerlei (musikalischen) Späßen lockert Müller seine Abende auf. Sogar seinen Lehrerberuf an einer Mittelschule hat das junge Multitalent für die Musik temporär an den Nagel gehängt.

Dass Müller auch als Koch Karriere machen könnte, zeigen seine Gerichte, die er nun allmittäglich für seine Künstlerkollegen und die Belegschaft des Steinbruchs im Schweinstal kreiert. Gleichzeitig beweist er, dass Kochkunst zweifellos auch eine Kunst ist.

Rezept

Kohl, Kartoffeln und Buchweizennudeln (alle vorher gekocht) werden in einem mit viel Wasser gefüllten Topf zusammen erhitzt. Danach werden sie in einer Pfanne mit reichlich Butter und Knoblauch gewendet, gebratener Speck kommt dazu. Parmesan wird nach Gusto dazugeben, fertig ist das Pasta-Gericht „Pizzoccheri“.

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