Kaiserslautern Film über Nazi-Zeit in Lautern kommt in die Friedenskapelle
Kaiserslautern feiert ja schönerweise in diesem Jahr sein 750-jähriges Bestehen. Und da in diesem Zuge auch an Vergangenes erinnert wird, ist es sicher statthaft, auch an die weniger rühmlichen Zeiten der Stadt zu gemahnen.
Der interessant geschnittene und dokumentarische Streifen „12 Jahre und 12 Tage“ ist bereits im Jahr 1998 entstanden. Der verstorbene Lehrer und Friedensaktivist Wolfgang Jung, der in den 1980ern etwa auch stellvertretender Leiter der Stadt- und Kreisbildstelle war, ist einer der Macher. Der andere ist der Film- und Fernsehmacher sowie Drehbuchautor Andreas Pech. Zurückgegriffen wurde bei der Filmentstehung auf das Archiv des bereits 1960 verstorbenen Bundesverdienstkreuzträgers und Medienschaffenden Peter Turgetto.
Stationen der Machtergreifung
Der Film zeigt Stationen der Machtergreifung, die Rolle von Schule und Hitlerjugend, Kaiserslautern als Gauhauptstadt, Judenverfolgung und die im damaligen Reich sehr frühzeitige Sprengung der Synagoge. Ebenso die weitere Geschichte bis zur Zerstörung der Stadt durch Bombenangriffe.
In eindrücklichen Bildern zeigt der Streifen historische Film- und Bildsequenzen, Tondokumente und zum Teil sehr anrührende Aussagen von Zeitzeugen. Zeitsprünge in Bildern von damals ins Heute machen das Ganze noch anschaulicher. Uraufgeführt wurde er 1998 in der Lauterer Volkshochschule.
Gespräch vor dem Film
Bei der Vorführung am 7. März um 18 Uhr in der Kaiserslauterer Friedenskapelle gibt es vor Beginn der Vorführung eine Unterhaltung von VHS-Direktor Michael Staudt mit dem Filmemacher Andras Pech. Etwa über die Hintergründe der Entstehung des Films und seine Zusammenarbeit mit dem unterschiedlichst engagierten und ehedem sehr beliebten Lauterer Bürger Wolfgang Jung. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.