Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FCK-U19-Trainer Baffoun: Ein Bonusspiel in Leipzig

Kehrt von der U21 wieder zurück zur U19 des 1. FC Kaiserslautern: Linus Tautenhahn (links).
Kehrt von der U21 wieder zurück zur U19 des 1. FC Kaiserslautern: Linus Tautenhahn (links).

Im Auswärtsspiel bei RB Leipzig (Samstag, 12 Uhr) können sich die A-Junioren des 1. FC Kaiserslautern den Traum vom Achtelfinale in der DFB-Nachwuchsliga erfüllen.

Leipzig gegen Kaiserslautern – was war das doch für ein Hinspiel am Fröhnerhof: Der Nachwuchs des 1. FC Kaiserslautern lief in Unterzahl lange einem 1:2-Rückstand hinterher, gab sich aber nicht auf und erzielte schließlich in der 90. Minute den umjubelten Ausgleich. Ein Remis, das sich anfühle wie ein Sieg, sagte FCK-Trainer Eimen Baffoun damals. Und nicht nur das: Es war einer jener Punkte, die angesichts der aktuellen Tabellensituation in der Liga A der DFB-Nachwuchsliga wichtiger denn je erscheinen. Nach der Lautrer Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Hannover 96 ist die Gruppe C dicht beieinander. Fünf Teams kämpfen noch um die vier Tickets in Richtung K.o.-Phase. „Wir haben im Training nochmal angezogen und arbeiten noch härter und noch intensiver, um in den letzten zwei Spielen unser Ziel zu erreichen“, so Baffoun.

Die Roten Teufel stehen dafür trotz der letzten Niederlage in einer guten Position: „Für uns war das Spiel in Hannover ein Ausrutscher. Es war erst unsere zweite Niederlage in dieser schweren Gruppe. Ja, das Spiel war schlecht, aber auch das sollte man den Jungs in ihrer Entwicklung zugestehen“, so Baffoun – wohl wissend, dass seine Roten Teufel nur noch einen Sieg zum Achtelfinaleinzug brauchen. Es ist eine Position, die sich die FCK-U19 mit Spielen – wie eben jenes Hinspiel gegen Leipzig – hart erarbeitet hat und für das sie nun den Lohn einheimsen kann. Doch Baffoun mahnt: „Natürlich wäre es schön, wenn wir schon gegen Leipzig das Bonusspiel gewinnen würden und so den Druck im letzten Spiel vermeiden. Aber das Spiel gegen den Berliner AK ist für uns der Pflichtsieg, den wir einsammeln wollen.“

Aufpassen auf RB-Torjäger Samba Konaté

Der kommende Gegner aus Leipzig steht an der Tabellenspitze der Gruppe C, liegt aber auch nur zwei Zähler vor der U19 des FCK. Ein Punkt würde den Gastgebern bereits zum sicheren Achtelfinaleinzug reichen. Besonders stark wird das Team beim Umschalten nach Ballgewinn – dann geht es blitzschnell in Richtung gegnerisches Tor. Eine Waffe, die sich auch die Roten Teufel zu eigen machen wollen, wie FCK-Trainer Baffoun erklärt: „Leipzig will viele Situationen flach hinten heraus lösen, dabei wollen wir versuchen, sie zu überrumpeln. Im Hinspiel ist uns das beim ersten Tor bereits gut gelungen.“

Einen erheblichen Anteil an der guten Leipziger Ausgangslage trägt die Offensive rund um Stürmer Samba Konaté. Der 17-Jährige führt aktuell mit sieben Treffern die Torjägerliste der Gruppe C an. Doch die A-Junioren des FCK sind vorbereitet: „Im Hinspiel hatten wir ihn gut im Griff. Das wollen wir so ähnlich wieder hinbekommen“, so Baffoun.

Anreise bereits am Freitag

Zur Unterstützung der Hinterreihe steht dem Team auch Linus Tautenhahn zur Verfügung. Er und Ben Jungfleisch werden nach den Auftritten bei der FCK-U21 zuletzt wohl vorerst wieder zur U19 zurückkehren. „Aber nicht weil sie das schlecht gemacht haben, sondern weil bei der U21 einfach viele wieder fit sind“, begründet Baffoun. Es ist eine Rückkehr mit Folgen: „Der Konkurrenzkampf ist damit auf jeden Fall belebt, das hat man im Training definitiv gespürt.“

Bereits am Freitag trat die Mannschaft die gemeinsame Reise in Richtung Leipzig an. Klar ist dort: Eines der beiden Teams wird diesen Samstag den Platz als bereits feststehender Achtelfinalist verlassen. Wer das sein wird, ist noch offen. Die Roten Teufel brauchen sich mit Blick auf das Hinspiel jedenfalls in Leipzig nicht zu verstecken.

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