Basketball
FCK tütet vorzeitigen Klassenverbleib in der Zweiten Regionalliga ein
Waldemar Nap und Nils Klein haben die Korbjäger des 1. FC Kaiserslautern am Samstag in der Zweiten Basketball-Regionalliga Südwest zum Derbysieg beim TV Bad Bergzabern geführt. Während die Roten Teufel im Anschluss an den 81:71 (42:39)-Erfolg den vorzeitigen Klassenverbleib begießen durften, muss ihr Pfalzrivale bei nur zwei Punkten Vorsprung auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz weiter zittern.
Seinen Status als Ausnahmespieler untermauerte Waldemar Nap am Samstag mit starken 34 Punkten. Das waren exakt doppelt wo viele wie im Hinspiel, das der FCK mit 89:62 ebenfalls für sich entscheiden konnte. Mit 25,2 Punkten im Schnitt führt der sprunggewaltige Forward die Schützenliste im Südwesten an und hat damit gute Chancen, sich wie schon ein Jahr zuvor eine Klasse tiefer zum Topscorer zum krönen. In Nils Klein, der vor Saisonbeginn von der SG Mannheim zu seinem Heimatverein zurückgekehrt war, stand dem großgewachsenen Modellathleten ein kongenialer Partner zur Seite. Am Ende standen für das Eigengewächs 26 Punkte zu Buche, was eine neue persönliche Bestleistung bedeutete.
Im neuen Jahr ungeschlagen
Nach dem Erfolg im Pokal bei Oberligist Trier und dem Auswärtssieg beim MTV Kronberg setzten die vom Verletzungspech geplagten Barbarossastädter ihre Serie am Samstag fort und entschieden auch das dritte Spiel im neuen Jahr für sich. Der Sieg im Pfalzderby bescherte den Rot-Weißen nicht nur den zehnten Sieg in Folge, sondern auch den vorübergehenden Sprung auf Rang drei, den Jan Christmann „als schöne Momentaufnahme“ eingeordnet wissen wollte. „Realistisch betrachtet, wird dieser Platz nicht bis zum Ende der Saison zu halten sein. Viel wichtiger aber ist, dass wir heute vorzeitig den Klassenverbleib gesichert haben“, zeigte sich der FCK-Berater, der am Samstag Trainer Mike Skender an der Seitenlinie vertrat, erleichtert.
Dass die ohne gelernten Spielmacher in die Rückrunde gestarteten Lauterer das mit Spannung erwartete Derby für sich entscheiden würden, war keinesfalls selbstverständlich. Neben den beiden glänzend aufgelegten Schützen Nap und Klein, die es gemeinsam auf 60 Punkte brachten, war es vor allem die gut funktionierende Abwehr, die für den zehnten Saisonsieg verantwortliche zeichnete. Dass Bad Bergzabern auf Jeremy Black verzichten musste, spielte den Rot-Weißen natürlich in die Karten. Der Spielertrainer der Kurstädter zählt zu den zehn besten Schützen im Südwesten.
Nap macht den Deckel drauf
„Im Gegensatz zum Hinspiel haben wir es heute versäumt, die zahlreichen Ballgewinne durch Schnellangriffe in Punkte umzumünzen. Auch die Dreierquote war ausbaufähig“, sagte Christmann mit Blick auf das zweite und dritte Viertel, in dem sein Team im Spiel nach vorne sehr viel liegen ließ. „Umso wichtiger war, dass wir uns im Schlussabschnitt noch einmal zusammengerissen und das in der entscheidenden Phase kontrolliert haben“, analysierte der FCK-Coach. Bad Bergzabern war kurz vor Schluss in Schlagdistanz, ehe Nap mit sieben Punkten in Folge zum 74:64 (38.) den Deckel drauf machte.
Dem anstehenden spielfreien Wochenende folgt am 7. Februar das vierte Auswärtsspiel in Folge beim ambitionierten TuS Makkabi Frankfurt. Mit einem Sieg beim Tabellenvierten könnten die Rot-Weißen ihren Platz in der Spitzengruppe verteidigen und dann mit noch breiterer Brust in das erste Heimspiel des Jahres am 14. Februar (17 Uhr/Barbarossahalle) gegen Kellerkind Gießen gehen.