Triathlon
FCK richtet Triathlon aus
Die Triathlonabteilung des 1. FC Kaiserslautern wächst und wächst. 215 Mitglieder sind es aktuell. Alleine im vergangenen Jahr gab es 35 Neuzugänge, „darunter viele, die sportlich sehr, sehr aktiv sind“, wie Daniel Reuland, stellvertretender Vorsitzender der Triathlonabteilung des FCK, erläutert. Grund dafür sei unter anderem, dass das Team mit dem FCK-Logo mehr und mehr wahrgenommen werde. Beispielsweise durch die Präsenz bei den Ligawettkämpfen. Vier Teams sind in der vergangenen Saison in den roten Trikots am Start gewesen. „Bei den Wettkämpfen bauen wir, wenn der Veranstalter es uns erlaubt, ein Zelt auf, haben Fahnen dabei. Am Bostalsee war auch mal Betzi dabei.“ Das und die auffällige Wettkampfkleidung gefalle den Leuten, wie Abteilungsleiterin Monika Frenger selbst immer wieder erlebt. Was dazukomme: „Die Mannschaft fühlt sich wohl, entwickelt sich, das Training läuft gut“, und das habe wiederum Außenwirkung und Anziehungskraft.
Das Erfolgsgeheimnis der FCK-Triathleten
Eine der größten Herausforderungen in der vergangenen Saison sei das gesperrte Sprungbecken im Warmfreibad gewesen, in dem normalerweise das Schwimmtraining stattfand. „Wir haben eine spannende Lösung gefunden“, erzählt Frenger. „Wir waren so lange es geht in der Halle und haben in den Ferien mit der Paddlergilde eine Kooperation geschlossen und gefragt, ob wir einmal pro Woche abends trainieren dürfen.“ Was dabei herauskam war, dass die Triathleten über die ganze Saison hindurch freitagmorgens um 7 Uhr an den See gingen. Unkomplizierte Lösungen wie die, lockere Kooperationen wie zum Beispiel mit dem RC Pfälzerwald, dem sich die Triathleten auch mal für Ausfahrten anschließen, sind das Erfolgsgeheimnis der FCK-Triathleten. Frenger und Reuland haben den Trainerschein gemacht, um mal einzuspringen, wenn ein Coach ausfällt. Abteilungsleitersitzungen seien nicht starr, sondern eher ein Austausch.
Hyrox beim 1. FC Kaiserslautern
Eines der ungewöhnlichen „Projekte“, mit dem sich die Abteilungsleitung aktuell befasst, ist die Aufnahme der Hyroxsportler in die Triathlonabteilung. Dass sich Hyroxer an den Triathleten orientieren, habe den Hintergrund, dass die Sportart das Bestreben habe, olympisch zu werden, wie Reuland erklärt. Der Welttriathlonverband unterstütze Hyrox. In Kaiserslautern seien die Hyroxer unter Federführung des ehemaligen FCK-Profis Torsten Reuter auf die Triathleten zugegangen. Die sahen Verbindungen durch Laufen und Athletikeinheiten, in denen beide Seiten sich gegenseitig weiterbringen könnten. Inzwischen gibt es ein offenes Trainingsangebot, das gut angenommen werde.
Wieder ein Triathlon in Kaiserslautern
Doch Hyrox ist längst nicht das einzige Projekt, das die Triathleten beschäftigt. Sie werden in diesem Jahr eine alte Tradition aufleben lassen und zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder einen Triathlon in Kaiserslautern veranstalten. Früher gab es einen solchen Wettbewerb am Gelterswoog und einen am Warmfreibad, den der FCK organisiert hat. Die Idee, das zu wiederholen, entstand beim 30-Jährigen der Abteilung. Im Herbst gab es eine offene Runde, bei der Ideen gesammelt wurden, wie Frenger erzählt. Es entstand die Idee, das Projekt 2026 zum Stadtjubiläum in Angriff zu nehmen. Reuland ist der Cheforganisator und hat inzwischen die Genehmigung des Verbandes bekommen. Am 23. August soll der Wettbewerb stattfinden. Mitte April wird das Anmeldeportal geöffnet. Die Veranstaltung läuft unabhängig von den Ligawettkämpfen. „Zum einen, weil eine Erstveranstaltung kein Ligawettkampf sein darf. Zum anderen, weil unser Ziel ist, Leute in den Wettkampf zu bringen.“
Es gibt, was laut Reuland selten ist, eine voll gesperrte Radstrecke. Start ist im Warmfreibad, dann geht es mit dem Rad über die Stiftswaldstraße auf die Mannheimer Straße, nach der Daennerkaserne rechts rein am Multicenter und an der Beilsteinschule vorbei, wo später auch die zweite Wechselzone sein wird. Dort starten dann die Läufer in den Wald. Frenger: „Die Zielgruppe sind vorwiegend Kinder, die in verschiedenen Altersgruppen antreten. Plus Jedermänner, damit jeder, der mal reinschnuppern will, das auch nutzen kann. Plus Staffeln, für Schulklassen, Firmen, die sich Schwimmen, Laufen und Radfahren teilen wollen. Wir sind sehr, sehr happy, dass die Stadt Kaiserslautern sich da so kooperativ gezeigt hat.“ „Vor allem, was die voll gesperrte Radstrecke betrifft“, wie Reuland ergänzt. Der sich darüber freut, dass die Triathleten sogar die Schilder zur Verfügung gestellt bekommen.
Damit alles klappt, müsse aber jeder mit Hand anlegen. Was bedeutet, dass die FCK-Triathleten selbst nicht am Start sein werden, sondern als Helfer gebraucht werden. Frenger: „Wir rechnen damit, dass wir 100 Helfer brauchen. Deswegen sollte kein FCK-Athlet starten. Es ist nicht die Veranstaltung, bei der wir glänzen wollen, sondern wo wir für die anderen was tun. Schließlich können auch wir nur bei den anderen starten, weil die für uns was tun.“
Weitere Infos zum Triathlon gibt es auf der Internetseite der Abteilung unter www.fck-triathlon.de.