Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FCK II gegen FKP: Das Oberliga-Topduell, das Erinnerungen wach ruft

Nico Wiltz (links) erzielt hier im Hinspiel auf der Husterhöhe das 3:0 für den FK Pirmasens. Die FCK-Spieler Tyrese Zeigler (Mit
Nico Wiltz (links) erzielt hier im Hinspiel auf der Husterhöhe das 3:0 für den FK Pirmasens. Die FCK-Spieler Tyrese Zeigler (Mitte) und Torhüter Enis Kamga kommen zu spät. Im Rückspiel auf dem Betzenberg will es der FCK II nun besser machen.

Die U21 des FCK empfängt als Oberliga-Tabellenführer am Freitag Verfolger FK Pirmasens. Eine Begegnung, die Erinnerungen weckt – gute und nicht so gute.

Wenn die U21 des 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend (19 Uhr, Platz 4 am Betzenberg) den FK Pirmasens zum Topspiel der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar empfängt, geht sie mit vier Punkten Vorsprung auf den Verfolger in das Traditionsduell. „Wer hätte das gedacht?“, sagt FCK-Trainer Alexander Bugera zur plötzlich deutlich komfortableren Ausgangslage für sein Team, nachdem der FKP erst im Nachholspiel bei TuS Koblenz (1:2) und dann zu Hause gegen Rot-Weiß Koblenz (0:1) verloren hat. „Dass Pirmasens zweimal hintereinander patzt, war nicht zu erwarten.“

Tat der FKP aber. So hat der FCK II nun am Freitag unter Flutlicht die Chance, den Verfolger mit einem Sieg noch weiter zu distanzieren. „Wenn wir jetzt gewinnen, haben wir sieben Punkte Vorsprung“, weiß auch FCK-Offensivspieler Shawn Blum. „Das wäre dann natürlich schon eine super Ausgangslage, aber die Saison ist noch lang.“ Der 23-Jährige hat vor allem an das letzte Heimspiel des FCK II gegen Pirmasens beste Erinnerungen. Denn da schoss er beim denkwürdigen Saisonfinale vor mehr als 5500 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion beide Tore zum 2:1-Sieg, durch den die U21 auf Platz zwei kam und die Aufstiegsspiele zur Regionalliga erreichte. Blum: „Auch im Jahr davor haben wir zu Hause gewonnen. Ich hoffe, dieses Jahr ist dann das dritte Mal. Pirmasens hat jetzt zweimal verloren, deswegen sieht es im Moment ganz gut aus für uns.“

Letztes Heimspiel gegen Pirmasens sehr präsent

Überhaupt: Jenes Saisonfinale im vergangenen Jahr, das wegen heftiger Regenfälle eine Viertelstunde vor Schluss 75 Minuten unterbrochen war und kurz vor dem Abbruch stand, ist bei vielen noch ziemlich präsent. Auch bei Innenverteidiger Drini Miftari, der Anfang März seinen 22. Geburtstag feierte. „Klar denkt man an so ein Spiel auch immer mal wieder zurück“, bestätigt Miftari. „Das war ein Highlightspiel vor der Kulisse, mit dem Regen, wo wir noch das Wasser vom Platz geschippt haben, damit es weitergehen kann. Es war ein Spiel, in dem wir noch mal alle Kräfte vereint haben – und dann noch mit einem positiven Ende für uns.“

Auch Trainer Bugera berichtet mit einem Lachen, „dass ich gerade am Sonntag bei unserem Spiel bei Cosmos Koblenz wieder an jene Partie denken musste. Denn der Schiedsrichter, der damals das Spiel gegen den FKP geleitet hat, hat uns jetzt in Koblenz gepfiffen. Da haben wir natürlich noch mal drüber geredet.“ Aber, so fügt er an: „Das wird am Freitag wieder ein ganz anderes Spiel.“

FCK II sinnt auf Revanche fürs Hinspiel

Zumal die Erinnerungen an das Hinspiel in dieser Saison in Pirmasens nicht so positiv sind. 0:3 verlor der FCK II da. „Damals haben die Automatismen noch nicht so gestimmt bei uns“, sagt Blum dazu. „Aber das ist mittlerweile ganz anders, da ist eine Superchemie im Team, wenn man sieht, wie wir marschieren, wie viel wir laufen – gegen den Ball, mit dem Ball. Die Serie von jetzt 15 ungeschlagenen Spielen in Folge sagt da schon einiges aus.“ Was Miftari ähnlich sieht: „Mittlerweile haben wir uns als Mannschaft gefunden, jeder weiß, was er zu tun hat – und ich denke, das kommt uns auch am Freitag zugute.“

Dann wird der 22-Jährige wohl der einzige gelernte Innenverteidiger sein, den Bugera aufbieten kann. Denn Ivan Smiljanic (21) hat sich beim 3:2-Sieg bei Cosmos Koblenz am vergangenen Sonntag bereits nach vier Minuten eine Oberschenkelverletzung zugezogen. „Ich denke eher nicht, dass Ivan am Freitag spielen kann“, sagt Bugera. So könnte es sein, dass Jean Zimmer wieder in der Innenverteidigung aushelfen muss, was er auch in Koblenz getan hatte. Wie es auch kommt, die U21 des FCK ist heiß auf eine Revanche für das Hinspiel. „Die Jungs freuen sich auf das Spiel“, betont der FCK-Trainer. „Auch weil sie das Hinspiel schon noch in Erinnerung haben.“

Hoffnung auf große Kulisse

Miftari ist jedenfalls gespannt, wie Pirmasens das Spitzenspiel angehen wird: „Sie müssen gewinnen, wenn sie den Anschluss nicht verlieren wollen. Darum ist die Frage: Spielen sie abwartend oder gehen sie gleich voll drauf? Auf jeden Fall werden wir unser Spiel spielen, wie wir es die letzten 15 Partien auch gemacht haben“, sagt der 22-Jährige im Hinblick darauf, dass seine Mannschaft seit nunmehr 15 Spielen (davon 14 Siege) ungeschlagen ist.

Dass die Partie diesmal auf Platz 4 und nicht im Stadion stattfindet, finden sowohl Miftari als auch Blum schade. „Klar, es wäre schön gewesen, wie letzte Saison im Stadion zu spielen, aber das geht ja nicht, weil die Profis am Sonntag dort spielen“, sagt Blum. „Aber wir hoffen auf eine gute Stimmung auf Platz 4.“ Auf die hofft auch Trainer Bugera. „Freitagabend, Flutlichtspiel und Topduell – ich hoffe, dass da ein paar Zuschauer kommen.“ Und darauf, dass es dann nicht regnet: „Es ist natürlich auch ein bisschen wetterabhängig, wie viele Zuschauer kommen. Bei Regen wären es wohl weniger. Und das wäre schade, weil die Jungs es sich verdient haben, vor einer schönen Kulisse zu spielen.“

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