Fußball
FCK II fiebert dem Schlussakkord entgegen
Der letzte Schritt – nur das abschließende Saisonspiel in der Fußball-Oberliga steht noch zwischen der U21 des 1. FC Kaiserslautern und der Meisterschaft und dem ersehnten Aufstieg in die Regionalliga. Gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht FV Eppelborn reicht dem FCK II am Samstag (15 Uhr) im Heimspiel im Fritz-Walter-Stadion schon ein Punkt, um im Fernduell mit dem FK Pirmasens, der zeitgleich zuhause gegen die Sportfreunde Eisbachtal spielt, als Sieger ins Ziel zu gehen.
Gute Laune bei Alexander Bugera
„Alle Mann an Bord“, stellte FCK-Trainer Alexander Bugera gut gelaunt am Mittwochmorgen auf dem Fröhnerhof bei der drittletzten Trainingseinheit vor dem großen Spiel fest. Lediglich David Schramm und Dion Hofmeister werden am Samstag fehlen. „Die sind mit den Profis in den Urlaub gegangen, weil sie ja auch oben mit dabei waren.“ Dagegen wird Torwart Enis Kamga, der am Mittwoch noch mit der deutschen U19-Nationalmannschaft in Dunajská Streda gegen die Slowakei spielte, zur Verfügung stehen. Er kam am Donnerstag nach Kaiserslautern zurück. „Das war so abgesprochen“, so der FCK-Trainer.
Zum Abschlusstraining ins Stadion
Kamga wird also auch dabei sein, wenn der FCK II am Freitag in sein Abschlusstraining geht. Dann aber nicht auf dem Fröhnerhof. „Wir dürfen schon für das Abschlusstraining ins Stadion“, berichtet Bugera. Gewöhnen an den Rasen, an die besondere Atmosphäre ist also angesagt für diejenigen, denen es bislang noch nicht vergönnt war, einmal im Stadion auf dem Betzenberg zu spielen. „Die Jungs freuen sich tierisch darauf“, berichtet Bugera und lobt den FCK: „Der Verein hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um möglich zu machen, dass wir im Stadion spielen. Es war nicht so einfach, da ist noch das Street-Food-Festival auf dem Gelände, es laufen Renovierungsarbeiten. Der Verein hat tolle Arbeit geleistet, dass wir nun doch dort spielen können.“
Bereits mehr als 4700 Tickets verkauft
Und das Interesse an der Partie, die, wenn es nicht das Spiel zur erhofften Meisterkrönung wäre, normalerweise eher wenige Zuschauer an die Spielstätte auf dem Fröhnerhof gelockt hätte, ist riesig. Bis Donnerstagmittag waren nach Vereinsangaben bereits mehr als 4700 Tickets für die Partie verkauft. Insgeheim hoffen alle beim FCK II sogar auf mehr Fans im Stadion als vor einem Jahr im um Platz zwei entscheidenden Oberligaspiel gegen den FK Pirmasens, als 5500 Zuschauer mächtig Stimmung machten.
Im Training am Mittwoch waren die Spieler noch locker drauf, aber das Kribbeln steigt, je näher die Partie rückt. „Das Kribbeln hat man ja eigentlich vor jedem Spiel“, sagt Innenverteidiger Ivan Smiljanic dazu. „Ich sehe das aber eher als Vorfreude auf das Spiel, als dass ich jetzt irgendwie nervös werde. Das ist einfach nur Vorfreude, das letzte Spiel in diesem außergewöhnlichen Stadion bestreiten zu dürfen.“
Der 22-Jährige ist einer der Spieler, für die es am Samstag die Premiere im großen Stadion sein wird. „Man fühlt sich schon so ein bisschen geehrt“, sagt er zum Abschluss-Auftritt auf der größtmöglichen Bühne. „Das ist auch vom Verein die Anerkennung, dass sie stolz auf uns sind – wir wollen versuchen, das auch zurückzugeben. Ich glaube, es wird auf jeden Fall ein gutes Spiel.“
Große Vorfreude beim FCK
So mancher könnte sich angesichts der Ausgangslage fragen: Was soll da eigentlich noch schiefgehen? Hier der Tabellenführer aus Kaiserslautern, seit 27 Spielen ungeschlagen, zuletzt mit sieben Siegen in Folge. Dort der FV Eppelborn, der magere elf Pünktchen gesammelt hat, zuletzt zehnmal in Folge verlor, teils auch noch heftig. „Auch dieses Spiel muss erst einmal gespielt werden“, sagt Bugera, schiebt aber gleich nach: „Nervös bin ich überhaupt nicht, weil ich einfach überzeugt bin von den Jungs – auch wie sie sich präsentieren im Training.“ Zweifel, dass doch noch etwas schiefgehen könnte in Sachen Meisterschaft, hat auch Smiljanic nicht. „Wir denken sowieso immer an den Sieg“, sagt der Innenverteidiger. „Im Endeffekt, wenn wir nicht diesen einen Punkt holen oder drei Punkte, dann gibt es auch keine Feier. Wir alle wollen das zu Ende bringen am Samstag und gemeinsam einen guten Abschluss haben. Deswegen haben wir nur positive Gedanken.“
Die Vorfreude auf den großen Tag ist da, auch beim Trainer: „Die Rahmenbedingungen sind gegeben“, sagt Bugera. „Jetzt müssen wir das Spiel auch ziehen. Das ist die Vorgabe von uns. Aber so wie ich jetzt die Woche im Training auch wieder wahrnehme: Die Jungs sind heiß, wir gehen sehr positiv in das Spiel.“
Liveblog
Die RHEINPFALZ berichtet vom Oberligafinale und den Spielen des 1. FC Kaiserslautern II und des FK Pirmasens in einer Konferenz am Samstag ab 14 Uhr im Liveblog. Diesen finden Sie ab dann auf unserer Webseite unter www.rheinpfalz.de.