Kaiserslautern Für Dorffeste und Co.: Wlan-Ausstattung zum Mitnehmen

In dem Koffer ist alles für mobiles Internet parat.
In dem Koffer ist alles für mobiles Internet parat.

Ländliche Gemeinden und Kommunen haben oft Internetprobleme. Nun hat die Zukunftsregion Westpfalz ein Produkt vorgestellt, was dagegen helfen soll: den Wlan-Koffer.

Der Wlan-Koffer ist das gemeinsame Produkt des Vereins Zukunftsregion Westpfalz und des Kaiserslauterer Telekommunikationsunternehmens K-Net. Der Koffer soll bei Veranstaltungen von Kommunen Internetzugang ermöglichen. „Es soll so sein, dass es jeder zusammenbauen kann“, erzählt Frank Pfeiffer, Teamleiter des Kundenservices von K-Net bei der Vorstellung auf der Demando Hausmesse vergangenen Donnerstag. In einem Militärkoffer befinden sich ein Router, eine Art Schalter, mehrere Netzwerkkabel und vier Access-Points. Letzteres sind Geräte, die Daten senden und empfangen. Durch sie wird das Internetnetzwerk aufgebaut. Lediglich ein Internetanschluss muss bereits vorher vorhanden sein.

Ein Router, der grob gesprochen für den Internetzugang zuständig ist, wird mit einem Schalter verbunden, welcher wiederum mit Strom versorgt werden muss. An dem Schalter können Netzwerkkabel angeschlossen und so mit den Access-Points verbunden werden. Diese bilden dann im Umkreis von 50 bis 100 Metern ein Netzwerk. Zur Diebstahlsicherung können Vorhängeschlösser an den Koffer angebracht werden. Momentan gibt es zwei Wlan-Koffer, die sich Mitglieder der Zukunftsregion bei der Geschäftsstelle oder bei K-Net kostenfrei ausleihen können.

Bislang noch nicht ausgeliehen

Der Wlan-Koffer wurde speziell für den ländlichen Raum entwickelt. „Etwa zwei Drittel der Bevölkerung in der Westpfalz lebt auf dem Land. Dort gibt es aber oft kein Internet. Da wir der Landflucht entgegenwirken wollen, sind wir auf den Wlan-Koffer gekommen“, berichtet Hans-Günther Clev, Geschäftsführer der Zukunftsregion. Konzept und Bau des Koffers waren bereits 2020 vollendet. Durch Corona kam es jedoch nur zu wenigen Anfragen für die Ausleihe. „Die Anfragen verliefen dank Corona im Sande“, so Pfeiffer. Bislang wurde der Koffer noch nicht ausgeliehen.

Die Zukunftsregion ist zukünftig bereit, den Wlan-Koffer auch an Nichtmitglieder gegen eine Gebühr zu verleihen. Die Herstellung weiterer Koffer wäre bei entsprechender Nachfrage möglich.

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