Kaiserslautern Erkundungstouren in der Pause

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Jacqueline Schröder leitet seit wenigen Wochen den Stabsbereich 1 des Führungsstabs im Polizeipräsidium (PP) Westpfalz. Klingt ganz schön staubig. Doch die 35-Jährige ist mit Herzblut dabei, schon früh hat sie sich für den Polizeidienst begeistert. Zumindest beruflich ist sie in der Pfalz angekommen. Am PP Westpfalz ist Schröder die erste Frau im höheren Polizeidienst.

„Der Stabsbereich 1 im Führungsstab ist so was wie ein Dienst- und Serviceleister für die Polizeidirektionen“, schildert Schröder, was hinter der eher abstrakten Jobbeschreibung steckt. Man unterstütze die beiden Polizeidirektionen in Kaiserslautern und Pirmasens und die Kriminaldirektion Kaiserslautern – beispielsweise bei Planungen für umfangreiche Einsätze oder Großereignisse. Außerdem fallen unter anderem die Bereiche Verkehrssicherheitsarbeit, Aus- und Fortbildung und Zentrale Prävention in ihr Aufgabengebiet. „Da ist eine gute Abstimmung mit den Kollegen in den Direktionen notwendig“, unterstreicht die Polizistin. Geboren wurde Schröder in der Nähe von Mayen, direkt nach dem Abitur ging’s zur Polizei („Zu der Zeit hatten sich gerade einige meiner Mitschüler bei der Polizei beworben und mich hat das vielseitige Berufsbild auch interessiert.“). Schon während ihrer Ausbildung hat es sie in die Pfalz verschlagen, eine Station war in Enkenbach-Alsenborn. Nach der Ausbildung war Schröder unter anderem in den Polizeiinspektionen in Andernach und Mayen im Dienst. Vor gut zwei Jahren fasste sie den Entschluss, nach Münster zu gehen – wo sie sich an der Deutschen Hochschule der Polizei mit einem Studium auf den höheren Polizeidienst vorbereitete. Im Anschluss daran ging’s nach Kaiserslautern. Wenn man Schröder fragt, was ihr am Polizeiberuf so gefällt, gerät die Beamtin ins Schwärmen: „Der Dienst ist so vielschichtig, es gibt so viele Möglichkeiten zur Entwicklung. Das fasziniert mich auch heute noch.“ Schröder lebt an der Mosel in einem Dorf bei Trier und pendelt nach Kaiserslautern. Derzeit ist ihr Alltag noch stark vom Kennenlernen geprägt, nicht nur, was die Kollegen angeht: „Ich muss mich ja erst einmal in die Abläufe einarbeiten, und mir einen Überblick über die Themen in den Sachbereichen verschaffen.“ Die Kollegen würden’s ihr leichtmachen: „Das Klima hier ist gut, es macht richtig Spaß.“ Kaiserslautern erkundet die Beamtin momentan hauptsächlich in der Mittagspause. Den Streifendienst auf der Straße vermisse sie nicht. Schröder: „Klar hat das auch Spaß gemacht, die Aufgabe jetzt fordert mich auf eine andere Art.“ Bei großen Einsätzen könne sie ja auch vor Ort mit dabei sein. Privat verbringt die 35-Jährige ihre Zeit gerne sportlich: beim Radfahren an der Mosel und in den Weinbergen, im Fitnessstudio oder beim Spaziergang mit Hund Bruce. Abends geht’s auch mal auf die Couch – allerdings nicht um Krimis zu schauen. Schröder: „Ich bin eher der Komödien-Typ.“

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