Kaiserslautern Eine Shoppingtour und ein Revival

Festlich gekleidet und entspannt: Miriam Welte und Oliver Schäfer.
Festlich gekleidet und entspannt: Miriam Welte und Oliver Schäfer.

So mal schnell zwischen zwei Wettkämpfen stiegen Miriam Welte und ihr Lebensgefährte Oliver Schäfer in Baden-Baden ab, um die festliche Atmosphäre beim Familienfest des Sports, der Wahl zum Sportler des Jahres , zu schnuppern. Gemeinsam mit Kristina Vogel belegte das olympische Goldduo von 2012 den zehnten Platz bei den Mannschaften.

„Es gab in allen drei Kategorien würdige Preisträger, aber ich hätte der Kristina schon den Titel bei den Frauen gewünscht“, sagte Miriam Welte zum Ausgang der knappen Wahl. 28 Stimmen Vorsprung hatte Angelique Kerber. „Aber sie hat ja mit ihrem Sieg in Wimbledon auch Großartiges geleistet. Und dass sie sagte, es sei Kristinas Bühne heute Abend, war ganz ganz groß. Das zeigt, welch tolle Sportlerin Angelique ist.“ Die beiden Kaiserslauterer saßen mit dem Bahnradfahrer Domenic Weinstein und Verbandsvizepräsident Harry Bodmer an einem Tisch. Also Radfahrer unter sich. „Ich habe mich heute wieder super wohlgefühlt. Es hat total viel Spaß gemacht. Das Essen war grandios. Es hätte ein bisschen mehr sein dürfen. Ne Quatsch, es war lecker“, sagte Welte, die Stammgast in Baden-Baden ist, über das Drei-Gänge-Menü des Sternekochs Martin Herrmann. Ein gelungener Abend. Auch für Oliver Schäfer, der seine Freundin am Samstag am Flughafen in Baden-Baden abholte. Von dort ging es direkt ins Hotel, um sich danach im kleinen Kreis zu treffen. Zufallsgesprächspartner gibt’s dann da. Miriam Welte traf Speerwerferin Christin Hussong, die beiden duellieren sich bei der Landessportlerwahl, die bis 1. Januar geht (www.landessportlerwahl.de). „Miriam sagte zu mir auf dem Weg hierher, du standst doch auch schon mal auf der Bühne. Das stimmt. Für mich war es ein Revival. Vor 20 Jahren wurde ich mit dem 1. FC Kaiserslautern zur Mannschaft des Jahres gekürt“, erinnerte sich Oliver Schäfer. Von Stress könne keine Spur sein, empfand die Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin. „Weil ich mich auf ein tolles Wochenende gefreut habe. Ich war bis zum Wettkampf am Freitag in London hochkonzentriert. Das einzige was war: Ich hatte das Ballkleid, aber keine Schuhe dabei und musste dann in London losziehen“, erzählte Miriam Welte von ihrer Einkaufstour, die sich durch alle Schuhgeschäfte im Westfieldcenter führte. Und das ist nun mal das größte in Europa. Am Freitag belegte sie Platz zwei im Weltcup-Teamsprint auf der Olympiabahn, nun geht es weiter in die Schweiz. „Es ist definitiv ein schöner Jahresausklang. Wenn nicht noch der Wettkampf in Grenchen wäre, könnte ich sagen, jetzt ist Weihnachten. Aber der geht vorbei. Ich will da noch richtig schnell fahren, deshalb trinke ich heute Abend nur Wasser“, sagte Welte lachend. Und Schäfer lobte voller Hochachtung: „Eine tolle Veranstaltung für die Sportler. Schön dass ich sozusagen als Spielerfrau mitgehen durfte. Ich freue mich schon auf nachher draußen an der Bar, da wird man die eine oder andere Nettigkeit von früher austauschen.“ Bevor es dazu kam, saß Miriam Welte noch eine ganze Weile zusammen mit Kristina Vogel im mittlerweile leeren Festsaal, und die beiden erzählten lange.
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