Kaiserslautern Ein würdiges Begräbnis für den Verstorbenen

Der Schock über den Tod des Verwandten sitzt noch tief, da müssen die Angehörigen schon über die nächsten Schritte nachdenken: Die Beerdigung will geplant werden.

Und auch wenn die Überlegungen in schwere Stunden fallen, sollte damit schon frühzeitig begonnen werden. „Es ist nichts Pietätloses daran, sich auch schon vor dem Tod naher Angehöriger bei einem Bestatter zu informieren“, sagt Falk Murko von der Stiftung Warentest in Berlin. Die Kosten können von 2500 Euro für eine anonyme Bestattung bis zu 25.000 Euro reichen, sagt Murko, der Bestattungspreise in ganz Deutschland unter die Lupe genommen hat. Wie teuer die Bestattung insgesamt wird, hängt in erster Linie von Art und Umfang ab. So seien die Gebühren für Urnengräber zwar günstiger als Erdgräber. Eine Feuerbestattung selbst koste aber meist mehr, weil neben dem Sarg auch das Krematorium bezahlt werden muss. Auch bei einer Erdbestattung variieren die Kosten je nach Art des Grabes. So sind Reihengräber günstiger als Wahlgräber, bei denen über Lage und Größe entschieden werden kann. Auch ausgefallene Bestattungen, zum Beispiel auf hoher See, kosten mehr. Am günstigsten sind anonyme oder Gemeinschaftsgräber. Neben der Beisetzung und den Gebühren für das Grab kommen auf die Angehörigen unter anderem Kosten für die Trauerfeier, die Überführung, Verwaltungsgebühren und schließlich die Grabpflege zu. Daneben müssen Sarg und Grabstein ausgesucht werden. Und auch dabei gibt es große Unterschiede. Bei Särgen reicht die Preisspanne von 300 bis 6000 Euro, sagt Lothar Heidepeter, Fachbuchautor aus Neuss und Verfasser des Ratgebers „Was tun, wenn jemand stirbt?“. Die Auswahl bei Grabsteinen reicht von einfachen Liegesteinen bis hin zu individuell gestalteten Modellen. Laut Stiftung Warentest liegen die Preise zwischen 300 und 4000 Euro, ein Buchstabe der Inschrift kostet etwa 10 Euro. Aber auch der Bestatter hat seinen Preis. Er übernimmt je nach Vereinbarung die Überführung und das Waschen des Toten, aber auch Planung der Trauerfeier, Behördengänge oder die Trauerbriefe. (dpa)

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