Fußball
Ein rabenschwarzer Tag für die FCK-U19
Was hätte es doch für ein schöner Tag in Hannover werden können. Unter blauem Himmel war der Einzug ins Achtelfinale für die Roten Teufel zum Greifen nah. Und nicht nur das: Weil RB Leipzig gleichzeitig gegen Borussia Mönchengladbach unterlag (2:3), wäre der Betze-Elf mit einem Sieg in Niedersachsen auch noch der Sprung an die Tabellenspitze gelungen. Doch so sollte es nicht kommen: Stattdessen erlebten die Pfälzer einen rabenschwarzen Tag. Gegen Hannover unterlagen sie 1:5 (0:3). Es ist die bisher deutlichste Pflichtspielniederlage der Roten Teufel in der laufenden Saison und verschärft das Rennen um die K.-o.-Phase immens. „Bei uns war das heute in allen Bereichen zu wenig“, moniert FCK-Trainer Eimen Baffoun, lobt aber auch den Gegner: „Hannover steht völlig zu Unrecht so weit unten. Das ist wirklich eine unfassbar gute Mannschaft.“
Dass sich auch die 96er nicht mit ihrer Tabellensituation abfinden wollten, bewiesen sie bereits früh. Zwei gute Chancen hatten die Roten Teufel, dann waren es die Niedersachsen, die erbarmungslos zuschlugen. Zunächst drückte Robin Stolpe nach einem Eckball den Ball per Kopf über die Linie – da waren noch keine fünf Minuten gespielt. Per Konter folgte der Treffer von Taycan Kurt (12.) zum 2:0. Zwei frühe Rückschläge, von denen sich die Roten Teufel nicht mehr erholen sollten: „Ab dem Zeitpunkt war Hannover in allen Belangen klar besser. Wir hatten heute definitiv keinen Sieg verdient“, so Baffoun.
Keine Chance für Hülsmann
Noch vor der Pause ließ die Heimelf das 3:0 folgen. FCK-Schlussmann Randy Hülsmann blieb beim Nachschuss des freistehenden Fin-Luca Rüdiger (41.) machtlos. Zur Halbzeit versuchte das Trainerteam, Schwung in die Begegnung zu bringen. Gleich vier neue Spieler betraten im zweiten Durchgang den Platz. Doch die erhoffte Wende blieb aus. Stattdessen erhöhte erneut Stolpe (63.) nach mangelnder Verteidigung auf 4:0. Alban Mehmetaj (69.) lieferte auf der Gegenseite den Pfälzer Ehrentreffer: Im Strafraum wurde er gefoult, schloss aber noch im Fallen zum 1:4 ab. Das letzte Wort gehörte jedoch – wie sollte es an diesem Mittag auch anders sein – Hannover. Erneut stimmte es nicht in der Hinterreihe der Roten Teufel. Peter Rask (79.) nutzte die Unachtsamkeit und schloss freistehend zum 5:1 ein, dem späteren Endstand.
Hannover liegt mit dem Erfolg nur noch drei Punkte von den Roten Teufeln entfernt, verweilt aber vorerst weiter auf Tabellenplatz fünf. Für die Pfälzer muss es nun heißen, abhaken und in die Zukunft blicken. Ein Achtelfinaleinzug liegt immer noch in ihrer Hand. Die FCK-Elf kann sich sogar Hoffnungen machen, den geplatzten Sprung an die Spitze nur um eine Woche verschoben zu haben. Denn bereits Samstag treffen die Pfälzer auf den amtierenden Tabellenführer RB Leipzig und könnten im Direktduell vorbeiziehen. Auch Baffoun blickt nach vorne: „Wir haben bereits nach dem Spiel viele Themen angesprochen. Von den Jungs kam auch schon viel gute Selbstreflexion. Diese Eindrücke gilt es jetzt unter der Woche anzugehen und dann gegen RB Leipzig ein anderes Gesicht zu zeigen.“