Kaiserslautern
Duo Mon Mari et Moi bringt Song über Hussong-Bau heraus
Der Vorgängertitel „Highlight der Woche“ hatte mit seinem ironischen Text die Schnäppchenjagd bei Aldi ebenso auf die Schippe genommen wie die Tatsache, dass der regelmäßige Einkauf nun schon zu den Höhepunkten im weitgehend stillgelegten Leben der Bundesbürger gehört. Schon über 1400 Mal aufgerufen wurde der am 23. Februar eingestellte Song. „Nur Aldi hat sich noch nicht gemeldet“, merken die beiden augenzwinkernd an.
Mit einem stadtpolitisch topaktuellen wie hochbrisanten Thema warten die Paqués diesmal auf: Es geht um den drohenden Abriss des alten DRK-Gebäudes von Architekt Hermann Hussong. „Hus-Song“ ist denn auch der Titel der Nummer.
Kann das weg?
„Hat das ne Geschichte oder kann das weg? Hat das ne Bedeutung oder nun ’nen Zweck?“, lauten die Eingangsfragen des schmissig komponierten Songs zur Gitarrenbegleitung. Im Refrain gibt Shakti Paqué mit ihrer dunkel timbrierten Altstimme denn auch gleich die Antwort: „Wir machen unsere Stadt platt und stellen Klötze hin, die sind vielleicht ganz nützlich, mehr aber auch echt nie.“
„,Hus’ heißt im Schwedischen, Dänischen und Norwegischen ,Haus’“, erläutern die beiden. Der Titel „Hus-Song“ könne also mit „Haus-Song“ übersetzt werden. Wer aber in Kaiserslautern wohne oder sich mit Architekturgeschichte beschäftige, assoziiere mit dem Liedtitel unweigerlich Hermann Hussong, der von 1909 bis 1933 Architekt und Stadtplaner in der Barbarossastadt war. „Vor kurzem wurde ein Hussong-Gebäude abgerissen. Ein weiterer Abriss steht bevor. Leider“, bezieht das Duo Stellung. Und: „Wir möchten mit diesem Lied alle unterstützen, die sich für das baukulturelle Erbe von Kaiserslautern oder anderswo einsetzen.“
Entstanden ist der Song erst Anfang der Woche, es sei ursprünglich ein anderer Titel geplant gewesen. „Aber der ,Hus-Song’ ist gerade aktueller“, so die Paqués. Mal hören, was als nächstes kommt.