Kaiserslautern Dialog eröffnet

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Ein erster Runder Tisch zur Entwicklung des Pfaff-Areals lieferte neue Ideen. Initiiert hatte die Runde die regionale Gruppe der Architektenkammer, mit dabei die Forschung und Technologie, Gastgeber war der Oberbürgermeister.

Peter Spitzley und Michael Burghaus als Vertreter der Architektenkammer Rheinland-Pfalz hatten das Gespräch bei Klaus Weichel initiiert, um die Stadtverwaltung zu ermutigen, bei der Entwicklung des 20 Hektar großen Areals ihr Instrumentarium stärker auszunutzen. Spitzley: „Es handelt sich hier um ein Stadtbild prägendes Gelände, um das man sich intensiv kümmern muss.“ Die beiden Architekten hatten Ende April für mehr Transparenz bei der Revitalisierung des Areals plädiert und dabei begrüßt, dass das Verfahren durch das Eingreifen des Landesrechnungshofs wieder in die öffentliche Hand genommen wird (wir berichteten). Kaiserslautern hat die Aufgabe, für das Pfaff-Gelände eine stadteigene Entwicklungsgesellschaft zu gründen, rekapitulierte Weichel die Konsequenz aus dem Einspruch des Landesrechnungshofs. In dem Zusammenhang habe es die Stadtverwaltung mit verschiedenen Rechtsmaterien zu tun, die zudem alle in das Dilemma mündeten, dass das Land seine Förderzusage über 90 Prozent für die Entwicklung des Geländes nur zeitlich befristet aufrechterhalte. Generelle Voraussetzung ist, dass die Stadt das Gelände kaufen muss, das momentan unter Insolvenzverwaltung steht. Erschwerend kommt hinzu, dass eine private Investorengemeinschaft eine zweijährige Option auf den Erwerb des Geländes hat. Interessant für Weichel war eine Idee von Bernd Streitberger, Geschäftsführer „moderne stadt“ in Köln, einer Stadtentwicklungsgesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln. Um eine qualitative Architektur zu erhalten, solle man das Gelände in einzelne Nutzungsabschnitte splitten und dafür Architektenwettbewerbe ausschreiben. Auch hier ist jedoch unabdingbar, so Weichel, dass die Stadt Eigentümerin des Geländes wird. Uni-Präsident Helmut Schmidt, der ebenso wie Dieter Rombach, Geschäftsführer des Fraunhofer-IESE, die Science Alliance vertrat, brachte einen weiteren Vorschlag ein: Wenn das Land als Zuschussgeber 90 Prozent der Sanierungskosten bezahle, könne es sich einen bestimmten Anteil der Gesamtfläche als Gegenwert sichern. Hier wäre dann das Land Eigentümerin. Das Land sei auch eher in der Lage, die Fläche für die Weiterentwicklung von Forschungs- und Technologieeinrichtungen vorzuhalten als die Stadt, meinte Schmidt. Denn es stehe nicht unter diesem finanziellen Druck wie die Stadt. Das sei deshalb vorteilhaft, weil der Bedarf an weiteren Forschungs- und Technologie-Instituten momentan nicht absehbar sei. Die Science Alliance benötige eine Entwicklungsperspektive von zehn bis 15 Jahren, umriss der TU-Präsident einen zeitlichen Rahmen. (ita)

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