Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Das war 2021: Abriss der Sanitätskolonne

Am 26. März fiel der bislang letzte Teil der Sanitätskolonne samt Türmchen dem Bagger zum Opfer.
Am 26. März fiel der bislang letzte Teil der Sanitätskolonne samt Türmchen dem Bagger zum Opfer.

Ein Gebäude in der Stadt sorgte zu Jahresbeginn für großes Aufsehen – nicht nur in Kaiserslautern, sondern über die Stadtgrenzen hinaus: Als in der Augustastraße die Bagger rollten und der Abriss der sogenannten Sanitätskolonne des DRK begann, empörten sich viele Bürger, weil ein Stück Stadtarchitektur verschwand.

Vom Stadtrat war bereits im Jahr 2016 ein Bebauungsplan beschlossen worden, der einen Abriss ermöglichte. Erst mit Beginn der Abbrucharbeiten im Februar 2020 wurde öffentlich bekannt, dass es sich um einen Bau des berühmten Kaiserslauterer Architekten Hermann Hussong handelte. Entsprechend groß war die Empörung bei einem Teil der Stadtgesellschaft und des Stadtrats sowie bei Experten aus dem universitären Bereich.

Im Fokus der Kritik stand neben dem DRK, das Platz für Wohnneubauten auf dem Areal schaffen wollte, vor allem Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD), Präsident des DRK Kaiserslautern. Gänzlich verhindert wurde der Abriss durch den Protest nicht, doch Anfang Mai lenkte das DRK schließlich ein und zumindest der Schlauchturm und das angrenzende Eckgebäude in der Friedrichstraße wurden vom Abrissbagger verschont..

Bereits im Jahr 2020 hatte das DRK den maroden Verwaltungsbau an der gegenüberliegenden Seite der Augustastraße, der Barbarossastraße, durch einen Neubau ersetzt. Inzwischen steht das erste von zwei geplanten Wohngebäuden, die vermietet werden sollen, im Rohbau auf dem Grund der abgerissenen Sanitätskolonne.

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