Kaiserslautern Bei EM-Spielen in München sind Brigitte Rottberg und ihr Team Schnittstelle in Sachen Organisation

Brigitte Rottberg weiß, wie viel Arbeit hinter der Organisation einer Fußball-Europameisterschaft steckt.
Brigitte Rottberg weiß, wie viel Arbeit hinter der Organisation einer Fußball-Europameisterschaft steckt.

Damit eine Großveranstaltung wie die Fußball-Europameisterschaft stattfinden kann, ist viel Planung notwendig. Hinter der Organisation steckt unter anderem Brigitte Rottberg, Leiterin des Host City Operation Centers in München.

Brigitte Rottberg ist in Kaiserslautern geboren und aufgewachsen. Sie studierte Sport an der Deutschen Sporthochschule in Köln und hat sich später selbstständig als Projektmanagerin sowie Coachin und Organisationsberaterin gemacht.

Rottberg war schon immer sportlich sehr aktiv: Sie hat Hockey gespielt, fährt Ski und spielt Golf. Schon als 15-Jährige leitete sie eine „Mini-Hockeygruppe“. Dort entdeckte sie auch ihre Leidenschaft für das Organisieren. Die erste große Veranstaltung, die sie mitorganisierte, war das Deutsche Turnfest in Frankfurt im Jahr 1994 mit 500.000 Zuschauern. „Das hat sich gleichzeitig überfordernd und gewaltig angefühlt“, erzählt Rottberg. Es sei ein tolles Gefühl, für die Organisation zuständig zu sein.

Auch bei der WM in Kaiserslautern aktiv

Rottberg wohnt zurzeit in München. Dort leitet sie das Host City Operation Center (HCOC) in der EM-Gastgeberstadt. „Ich leite und moderiere die Informationen und Koordinationen für die Sicherheitsmobilität der Stadt München“, sagt sie. Mit rund 25 Kolleginnen und Kollegen sei sie die Schnittstelle zwischen allen Partnern, wie der Polizei und Feuerwehr. Sie sind da, „damit das Gesamtsystem funktioniert“. Dies beinhalte alles Organisatorische – von der Anfahrt über die Sicherheit bis hin zur Ticketkontrolle.

Auch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Kaiserslautern hat Rottberg mitorganisiert. Im Vergleich zu damals spielt heutzutage Cyberkriminalität – mögliche Anschläge durch herbeigeführte Stromausfälle – eine größere Rolle. Durch die Einführung der Online-Tickets gebe es mittlerweile allerdings weniger Fälschungen. Und praktisch sei an den digitalen Tickets zudem, dass die Besucherströme am Spieltag verfolgt werden können. Somit kann das HCOC-Team schnell reagieren und zum Beispiel mehr Busse bestellen.

Geschlossen hinter dem Sicherheitskonzept stehen

Heutzutage sei es wichtiger geworden, dass alle Partner geschlossen hinter dem Sicherheitskonzept stehen. „Dachkonzept“ wird das genannt, sagt Rottberg. Das sei besonders wichtig, weil sich die Bedingungen verschärft hätten. Man denke an die Zunahme von Terrorismus.

Rottberg organisiert verschiedene Veranstaltungen. „Alle haben ähnliche Bedürfnisse“, hat sie durch ihren Job festgestellt. „Egal, ob es ein Fußballfan ist oder jemand zur Bürgerveranstaltung geht“, die nötige Versorgung sei sehr ähnlich. „Essen, Getränke, der Weg zur Toilette…“, zählt Rottberg auf.

Sie geht immer mit demselben Schema vor: „Was ist das Besondere an der Veranstaltung?“ und „Wie kann ich dafür sorgen, dass die Gäste und Mitwirkenden versorgt sind?“.

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