Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Bechhofen/Lambsborn und Kottweiler: Respekt und Vorfreude vor dem Kreispokalfinale

Thomas Löber
Thomas Löber

Der große Tag nähert sich. Am Ostermontag (15 Uhr) stehen sich im Kreispokalfinale Bechhofen/Lambsborn und Kottweiler-Schwanden gegenüber. Gespielt wird in Kübelberg.

Wenn Lukas Agne (Spielertrainer SG Bechhofen/Lambsborn) und Thomas Löber (Trainer SV Kottweiler-Schwanden) über den jeweiligen Kontrahenten sprechen, fällt immer wieder das Wort „Respekt“. Man kennt sich, man schätzt sich. Und ja, man respektiert sich eben auch.

„Wir fokussieren uns auf den Tag, aber wir freuen uns auch. Alle wollen spielen, wir haben keine Verletzten. Die Form ist auch in Ordnung. Jeder ist etwas nervös oder angespannt, aber das fällt mit dem Anpfiff ab“, berichtet Löber, der im Vorfeld womöglich ein, zwei Spieler aus seinem Kader enttäuschen muss, denn „wir haben 22 Mann die fit sind, es dürfen aber nur 20 auf den Spielbericht“.

Schon im Vorjahr Finalist

Im letzten Jahr hatte es die Löber-Elf bereits ins Endspiel geschafft, war dort dann aber dem SV Mackenbach mit einem überragenden Spielertrainer Heiko Batista Meier beim 0:6 klar unterlegen. Gefragt danach, was denn die Unterschiede zum Vorjahr seien und was passieren muss, dass es dieses Mal anders läuft antwortet Thomas Löber, auch mit einer Prise Humor: „Mackenbach war auf dem Papier stärker und bei uns war Armin Liliental damals gesperrt nicht mit dabei. Und wenn Batista Meier nicht mitspielt, dann kann es was werden.“

Nun denn, sollte sich am positiven Gesundheitszustand von Offensivwirbler Lilienthal bis zum Montag nichts ändern und der Verband nicht kurzerhand einen Transfer des Mackenbacher Trainers zu Bechhofen/Lambsborn erlauben, die Voraussetzungen, dass Kottweiler-Schwanden den Pokal mit nach Hause nehmen darf, scheinen gegeben.

Noch im Aufstiegskampf dabei

Für den zudem noch im Aufstiegskampf der A-Klasse befindlichen SVK, dort derzeit auf Platz zwei notiert, ist der fünftplatzierte Ligakonkurrent ein ernstzunehmender Gegner. Insbesondere dessen Serie von 19 ungeschlagenen Spielen in Folge, die erst am vergangenen Wochenende endete, flößt das ominöse Wort Respekt ein. „Sie leben vielleicht mehr vom Kampf als vom Spielerischen. Und wir tun uns immer schwer gegen sie. Diese Saison haben wir dort gewonnen, daheim aber nur 3:3 gespielt. Wir haben Respekt, klar. Aber keine Angst. Es wird kein Selbstläufer, wir müssen alles abrufen um erfolgreich zu sein. Ich hoffe und tippe auf ein knappes 3:2“, so Löber.

Lukas Agne
Lukas Agne

Dass die Generalprobe beim 1:4 gegen die TSG Burglichtenberg am Sonntag misslungen ist, stört Lukas Agne nicht zu sehr. „Wir haben auch dort auf Sieg gespielt. Dass wir nach sieben Monaten mal wieder ein Spiel verlieren, war klar. Der Gegner war klar besser“, blickt Agne auf den letzten Spieltag zurück. Dann aber geht der Blick nach vorne und Agne entfährt ein „wir freuen uns wahnsinnig“ in Richtung kommenden Montag.

Einige Ausfälle bei der SG

Dass man zwei Jahre nach dem dramatischen Aufstieg in die A-Klasse in einem Entscheidungsspiel nach Verlängerung gegen den SV Brücken nun wieder so einen Höhepunkt erleben dürfe, sei „eine tolle Geschichte und schöne Belohnung“. Gleichwohl muss Agne den einen oder anderen Akteur ersetzen, spricht aber trotz der Ausfälle von Aaron Hell, Lukas Nunemann, Kevin Brüll oder Fynn Cullmann davon, „dass wir einen breiten Kader haben und eine schlagkräftige Truppe stellen werden“.

Der Finalgegner ist für Agne „inklusive Toptorjäger Lilienthal offensiv mit das Beste, was die Liga zu bieten hat, da ist immer Spektakel. Größter Respekt davor“. Aber er habe trotz 25 Toren in den letzten fünf Partien auch eine mögliche Schwäche ausgemacht, „denn Kottweiler hat da auch zehn Gegentore bekommen“.

Nicht verstecken

Um den Pott mit in die Heimat nehmen zu können, „müssen wir an unser Limit gehen, gut in die Zweikämpfe kommen, die nötige Power und Körperlichkeit an den Tag legen“. Agne findet, „dass wir uns auch nicht verstecken müssen“. Einen exakten Tipp wollte er indes nicht abgeben, nur so viel: „Egal wie, Hauptsache wir holen den Pokal.“

Geleitet wird das Finale um den Kreispokal am Montagnachmittag von Fabian Staudt (SV Haschbach) und seinen Assistenten Mickael Walker und Simon Wölflinger.

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