Kaiserslautern Aus deutschen Domen

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Nicht auszuschließen, dass der Gedanke, den viele Deutsche bei der Auswahl eines Urlaubsziels im eigenen Land hegen, auch bei der neuesten Konzertreihe der Speyerer Dommusik Pate gestanden hat: Zwischen April und Oktober geben „Deutschlands Domorganisten“ Konzerte in der größten Kirche der Pfalz. Rottenburg, Köln, Eichstätt, Trier, Mainz, München und Regensburg: Diese Namen ersetzen sozusagen Montreal, Innsbruck, London, Mailand, Frankfurt, Zürich, Baltimore und Bordeaux. Aus den erstgenannten Städten stammen die Solisten dieses Jahres. Aus den anderen kamen die Organisten, die im vergangenen Jahr mit ihren Konzerten das Programm des „Internationalen Orgelsommers“ in Speyer bildeten (wir berichteten). Anstatt Einladungen nach Kanada, Österreich, England, Italien, in die Schweiz, die USA und nach Frankreich zu schicken, bleiben die Veranstalter diesmal also im Lande und nähren sich redlich. Anders als im Vorjahr sind nicht nur Titel und Konzeption – auch der zeitliche Rahmen hat sich geändert: Gab’s im „Orgelsommer“ – wie der Name schon deutlich macht – neun Konzerte in konzentrierter Form zwischen Anfang Juli und Ende August, so geben „Deutschlands Domorganisten“ nun über ein gutes halbes Jahr hinweg ihre musikalischen Visitenkarten in Speyer ab. Bei so viel Veränderung mag es etliche beruhigen, dass es doch noch Konstanten gibt: So ist der Speyerer Domorganist Markus Eichenlaub auch diesmal wieder der künstlerische Leiter der Orgelkonzertreihe, und wie im Vorjahr macht er auch jetzt den Anfang: Am Ostermontag, 21. April, 20 Uhr, steht sein Auftaktkonzert auf dem Programm. Ihm folgen Ruben Sturm aus Rottenburg-Stuttgart (1. Mai), Winfried Bönig/Köln (28. Mai), Martin Bernreuther/Eichstätt (9. Juni), Josef Still/Trier (18. Juni), Daniel Beckmann/Mainz (14. August), Hans Leitner/München (14. September) und Franz-Josef Stoiber/Regensburg (31. Oktober).