Fußball
A-Jugend des FCK: Achtelfinale gegen Cottbus soll noch nicht Endstation sein
„Es gibt kein Rückspiel mehr, keine Wiedergutmachung – die Saison ist vorbei, sobald du verlierst“, bringt es FCK-Trainer Eimen Baffoun auf den Punkt. Für die Partie gegen Energie Cottbus am Samstag (11 Uhr) bedeutet das: Der Sieger zieht ins Viertelfinale ein und trifft dort auf Schalke 04 oder die TSG Hoffenheim. Der Verlierer dagegen ist ausgeschieden. Baffoun mahnt zur Zurückhaltung: „Wir gehen Schritt für Schritt. Unser Ziel haben wir bereits erreicht. Alles, was jetzt kommt, ist ein Bonus“, sagt er, fügt jedoch hinzu: „Man merkt aber, dass die Jungs unbedingt weiterkommen wollen. Die Trainingseinheiten waren sehr intensiv. Das werden wir auch am Wochenende brauchen.“
Denn auch Gegner Cottbus wird dort alles daran setzen, die eigene Saison zu verlängern – und so verspricht es spannend zu werden: „In diesem Spiel gibt es keinen Favoriten. Es wird ein echtes 50:50-Spiel“, so Baffoun. Die Gäste reisen als Dritter der Gruppe D an und hatten in der eigenen Staffel mit Mannschaften wie dem Hamburger SV, dem 1. FC Köln, dem VfL Bochum und dem VfB Stuttgart zu kämpfen. Die Cottbuser stehen als einzige Nachwuchsmannschaft eines Drittligisten unter den besten 16 Teams Deutschlands.
Robuster Gegner
Der Gegner besticht mit einer robusten Mannschaft. Viele der Spieler gehören dem älteren Jahrgang an und sind entsprechend weiter in der körperlichen Entwicklung. „Besonders stark sind sie im Umschaltspiel“, erklärt Baffoun. „Sie stehen sehr tief und können durch ihre Körperlichkeit und ihr Tempo schnell nach vorne stoßen.“ Vor allem einer von ihnen ist für den FCK kein Unbekannter. Ahmad Badran, der in der vergangenen Saison noch für Union Berlin auf dem Feld stand, war auch im Visier der Roten Teufel. „Am Ende ist es an der großen Distanz gescheitert“, sagt Baffoun. Glück für Cottbus: Der junge Rechtsaußen hat mit neun Toren und vier Vorlagen in der Liga einen erheblichen Anteil am Erfolg der Brandenburger. Zuletzt fiel er allerdings aus.
Einen kleinen – aber vielleicht bedeutenden – Vorteil hat aber der FCK: das Heimspielrecht. Die Pfälzer sind in diesem Jahr auf dem Fröhnerhof noch ungeschlagen. Gleiches gilt für Cottbus: Fünf Spiele, 15 Punkte, lautet deren Heimbilanz. Auswärts sieht es dagegen düster aus: Lediglich vier Zähler sammelten die Cottbuser dieses Jahr auf fremdem Rasen. „Damit haben wir denen schon mal eine Stärke genommen. Allein die gewohnten Abläufe zu haben, die eigene Kabine und den eigenen Rasen – das macht viel aus. Zusätzlich freuen wir uns natürlich über jeden, der zur Unterstützung vorbeikommt“, sagt Baffoun.
Vorfreude im FCK-Team
Die Stimmung im FCK-Team ist positiv. Nach dem souveränen Einzug in die K.o.-Phase ist die Vorfreude groß: „Man spürt diese Erleichterung, dass alles geklappt hat, was wir uns vorgenommen haben. Jetzt sind wir da, wo wir sein wollten und wir wollen so lange wie es geht, diese Saison noch genießen“, so der Trainer.