Kaiserslautern 50 Zeilen Chanson: French Touch aus der Westpfalz

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Vor einem Monat ging es an dieser Stelle um Eddy Mitchell: einen Franzosen wie er französischer nicht sein könnte, dem es immer wieder gelingt, seine sehr französischen Chansons irgendwie amerikanisch klingen zu lassen. Das Pariserische jedenfalls, der French Touch, geht nie verloren. Heute ist von einem umgekehrten Fall zu berichten. Es wird auch nicht gesungen. Aber der French Touch ist auch ohne Worte da, und das nicht nur im Namen der Band, hinter der sich vier Westpfälzer verstecken. French Touch also: Wenn sie in Kaiserslautern und Umgebung auftreten, ist das schon längst kein Geheimtipp mehr. Karten zu bekommen, ist manchmal gar nicht so einfach. Jüngst erst wieder, als French Touch in der Kaiserslauterer Stiftskirche ihre neue CD vorgestellt haben: „Encore“ heißt sie, die zweite nach „Première“. Eine andere Besetzung: Statt Wolfgang Dobner am Klavier ist Michael Lakatos (Schlagwerk und Vibraphon) mit von der Partie, neben Harald Pfeil (Gitarre), Wolfgang Janischowski (Kontrabass) und Alexandra Maas (Akkordeon). Wobei letztere natürlich ganz besonders für den „french touch“ zuständig ist – und die anderen eher dafür sorgen, dass in keinem Moment süßliche Musette-Seligkeit aufkommt. Was besonders bei den Nummern aus dem Kino-Nostalgiker „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ durchaus sein könnte. Bei Lydie Auvray, der Akkordeon-Virtuosin, bei Renaud Garcia-Fons (dasselbe auf dem Kontrabass), bei Anouar Brahem, dem Mann, der auf der arabischen Oud virtuosen Jazz macht, haben sich die vier, die im richtigen Leben Juristen, Pädagogen, Biologen oder Tontechniker sind, ihre Musik geholt: Musette, Bossanova, Jazz oder was? Egal, einfach toll zu hören. Auftritte sind rar, der nächste ist am 20. Dezember in Wiesbaden. Die CD kostet 15 Euro. Mehr darüber – und hoffentlich auch wieder neue Termine – unter www.french-touch.de.

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