Kaiserslautern Über fünf New Yorker Brücken

New York ist die Metropole der westlichen Welt. Frank Sinatra besingt sie in einem seiner berühmtesten Lieder als die Stadt, die niemals schläft. Seit sie New York City zum ersten Mal besuchte, ist Viola Lewandowski der Faszination der Weltstadt am Hudson River erlegen. In diesem Monat war die Chefin der Running-Abteilung des 1. FC Kaiserslautern wieder im Big Apple und lief den legendären New-York-City-Marathon mit.

Als am 2. November um 10 Uhr in der Früh der Startschuss auf Staten Island fiel, war auch Viola Lewandowski mit von der Partie. Sie gehörte zu dem gewaltigen Strom, den die über 50.000 Läufer und Läuferinnen bildeten. Dieser New-York-Marathon sei ein Höhepunkt ihrer sportlichen Laufbahn gewesen, erzählt die FCK-Abteilungsleiterin begeistert. „Es ist ein Wettkampf, den ich nicht jedes Jahr bestreite. Es ist ein ganz besonderer Lauf“, schwärmt sie. Ihr Enthusiasmus für diese 42,195 Kilometer lange New Yorker Herausforderung wurde auch nicht durch das garstige Herbstwetter geschmälert. Obgleich es kalt war und noch dazu ein heftiger Wind wehte, war sie in Hochstimmung, als es endlich losging. Dieses New-York-Gefühl habe sich noch gesteigert, berichtet die Läuferin, als sie die Verrazano-Narrows-Bridge erreichte, eine der insgesamt fünf Brücken, welche die Marathonläufer überqueren, und sie von der imposanten Skyline New Yorks förmlich überwältigt worden sei. Die gewaltigen Häuserschluchten und die vielen Zuschauer, die die Strecke säumten und die Athleten anfeuerten – das seien die Eindrücke und Erlebnisse, die diesen Marathonlauf, der 1970 seine Premiere feierte, so einzigartig machten, sagt Viola Lewandowski, die vor zehn Jahren den New-York-Marathon zum ersten Mal lief. Damals habe sie sich vorgenommen, dass es nicht ihr letzter Start im Big Apple gewesen sein sollte. Aber erst in diesem Jahr konnte sie ihr Vorhaben in die Tat umsetzen und zum zweiten Mal antreten. Begleitet wurde sie diesmal von ihrem Lebensgefährten Guido Hartmann, der auch zu den Marathonläufern gehörte. Viola Lewandowski ist eine erfahrene Langstreckenläuferin. So bestritt sie in New York ihren 13. Marathonlauf. Dass sie ihre Bestzeit von 3:48 Stunden nicht unterbieten würde, das sei ihr schon vor dem Start klar gewesen, denn die Strecke in New York sei ziemlich anspruchsvoll und nicht gerade rekordträchtig. Eine persönliche Topzeit habe sie auch nicht angestrebt. Als sie das Ziel im Central Park erreichte, zeigte die Uhr vier Stunden und zwölf Minuten an. „Auf den letzten fünf Kilometern hat eine tolle Stimmung geherrscht“, berichtet Viola Lewandowski, die nach dem Marathon noch eine Woche in der Stadt blieb, die niemals schläft. Sie besuchte Museen und Geschäfte und ihre Faszination für die amerikanische Wirtschaftsmetropole nahm noch zu. So spricht vieles dafür, dass es nicht ihr letzter Start beim New-York-City-Marathon gewesen ist. (pkn)

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