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Mittwoch, 06. März 2019 - 19:09 Uhr Drucken

Kaiserslautern-Ticker

Weitere Sprengvorrichtung in Fischbach gefunden

Im Kaminholz in Fischbach war ein weitere Sprengsatz versteckt. Symbolfoto: dpa

Im Kaminholz in Fischbach war ein weitere Sprengsatz versteckt. Symbolfoto: dpa

Die Polizei Kaiserslautern hat in Fischbach (Kreis Kaiserslautern) einen weiteren Sprengsatz gefunden, der vermutlich von dem Mehlinger Landschaftsgärtner Bernhard Graumann stammt. Die Ermittlungen der Sonderkommission haben zu dem Wohnhaus einer Kundin des Gärtners geführt, an dem manipuliertes Kaminholz gefunden wurde. Fachkräfte des Landeskriminalamtes haben das Fundstück am Mittwoch gegen 16.30 Uhr kontrolliert gesprengt.

Konflikt mit Amerikanerin

Kein konkreter Anruf wegen eines verdächtigen Gegenstands, sondern mehrere Hinweise haben die Beamten auf diese Spur geführt, erläutert Polizeisprecher Bernhard Christian Erfort. „Das Haus gehört einer Amerikanerin, die einen Konflikt mit dem Gärtner hatte.“ Sie selbst sei derzeit in den USA, aber das Haus sei vermietet. Die derzeitigen Mieter, ebenfalls Amerikaner, waren zum Zeitpunkt des Fundes nicht zu Hause.

Aufgrund mehrerer Hinweise, der die Polizei nachging, konnte sie das Haus als mögliches Ziel des am Freitag verstorbenen Landschaftsgärtners ausmachen. „Mit Hunden wurde nach Sprengstoff gesucht, im Carport wurden die Kollegen fündig“, berichtet Erfort. Unter dem Kaminholz war ein Holzscheit, das ähnlich wie jenes in Otterberg mit Sprengstoff gefüllt war, „vermutlich Schwarzpulver“.

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Polizei warnt weiterhin

Die Menge des Sprengstoffes hätte laut den Experten „durchaus gereicht, um einen handelsüblichen Holzofen zu sprengen und Menschen zu verletzen oder auch zu töten“, macht Erfort deutlich.

Nachdem keine weiteren konkreten Hinweise auf verdächtige Gegenstände mehr bei der Polizei eingegangen waren, sei der Eindruck aufgekommen, die Gefahr sei gebannt. Dieser Fund macht laut Polizei jedoch deutlich, dass Personen, die mit Graumann Kontakt hatten, weiterhin gewarnt sein sollten. Deshalb bittet die Polizei nochmals dringend, sich umgehend der Telefonnummer 0631/369 2660 zu melden. Die ermittelnde Sonderkommission steht weiterhin rund um die Uhr zur Verfügung. |gzi

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