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Mittwoch, 26. September 2018 Drucken

Kaiserslautern

"Videobeweis" in der B-Klasse: Es gibt ein Wiederholungsspiel

Gebietsspruchkammer fällt Urteil

Die Gebietsspruchkammer unter Vorsitz von Michael Ulbrich hat am Montagabend entschieden. (Foto: view)

Dominic Heidrich

Spielertrainer der SG Hochspeyer, Dominic Heidrich. ( Foto: VIEW)

Andreas Müller

Der stellvertretende Vorsitzende des SV Mölschbach, Andreas Müller. ( Foto: VIEW)

Die Begegnung in der B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Süd zwischen dem SV Mölschbach und der SG Hochspeyer wird wiederholt. Das hat am späten Montagabend die Gebietsspruchkammer Westpfalz des Fußballverbandes unter Vorsitz von Rechtsanwalt Michael Ulbrich, Enkenbach-Alsenborn, entschieden.

Die SG Hochspeyer hatte gegen die Wertung des Spiels (3:2 für Mölschbach) Protest eingelegt. Ihr Vorwurf: Schiedsrichter Peter Kremer soll unzulässigerweise einen Videobeweis ins Spiel eingeführt haben. Er soll dazu geführt haben, dass er das Tor zum 3:2 gegeben hat, nachdem er zuvor den Ball im Aus gesehen und auf Abstoß entschieden hatte. Der angebliche Videobeweis hatte bundesweit hohe Wellen geschlagen. Er wurde als der erste Videobeweis in einer Kreisliga gehandelt.

Gleichwohl: Die RHEINPFALZ konnte nach Sichtung von Filmmaterial, das der Mölschbacher Jürgen Clemens vom Spiel angefertigt hatte, feststellen, dass es einen Videobeweis überhaupt nie gegeben hat. Der Schiedsrichter war zwar an die Torauslinie zu einem Zuschauer gelaufen. Er konnte aber in der Kürze der Zeit, in der er Kontakt mit dem Zuschauer hatte, kein Video angucken. Das Filmmaterial von Jürgen Clemens, das das Geschehen dokumentiert hat, wurde von der Spruchkammer intensiv angeschaut.

Kein Anhaltspunkt für Videobeweis

Im Sportheim des SV Enkenbach kamen am Abend alle Beteiligten zusammen: der Spielertrainer der SG Hochspeyer, Dominic Heidrich, der stellvertretende Vorsitzende des SV Mölschbach, Andreas Müller, und der Unparteiische.

RHEINPFALZ-Informationen nach hat die Spruchkammer einen Regelverstoß des Schiedsrichters festgestellt, indem er sich durch Zuschauer in seinem Urteil hat beeinflussen lassen.

Einen Anhaltspunkt für einen Videobeweis in der Begegnung konnte die Gebietsspruchkammer nicht feststellen.

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