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Kaiserslautern

SV Morlautern: Erwerb des ESC-West-Geländes in trockenen Tüchern

Von Gerhard Dürnberger

Heruntergekommen: das Gelände des früheren ESC West. Auf den SV Morlautern wartet viel Arbeit.

Heruntergekommen: das Gelände des früheren ESC West. Auf den SV Morlautern wartet viel Arbeit. ( Foto: VIEW)

Der SV Morlautern ist seinem Ziel, auf dem Sportgelände des früheren ESC West ein Jugendförderzentrum zu errichten, ein gutes Stück näher gerückt.

Der SV Morlautern interessiert sich seit dem vergangenen Jahr für das Gelände an der Vogelwoogstraße. Es konnte erworben werden, weil der ESC West in Insolvenz geriet. Der Club war zunächst Ende 2016, wie mehrfach berichtet, in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, im März vergangenen Jahres mussten die Fußballabteilungen vom Sportbetrieb abgemeldet werden, am 15. September wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Vereins eröffnet, der letztendlich liquidiert wurde. Beim SV Morlautern hingegen gab eine außerordentliche Mitgliederversammlung grünes Licht für die Übernahme des Geländes. Finanziell stemmen kann der Verein das Projekt, weil er im Sommer 2017 in die finanziell lukrative erste Hauptrunde des DFB-Pokals eingezogen war, wo er der Spvgg. Greuther Fürth in Pirmasens unterlag.

Alle Miet- und Pachtverträge seien unterschrieben

Wie Reiner Engbarth, der erste Vorsitzende des SV Morlautern, ausführt, ist der Erwerb des ESC-West-Geländes in trockenen Tüchern. Er sei notariell veraktet, die Sportplätze seien von der Stadt gemietet, die Gebäude gekauft worden, der SVM habe auch die Erbpachtverträge für die bebauten Grundstücke übernommen. Alle Miet- und Pachtverträge seien unterschrieben.

Der Verein hat ein Konzept für den Betrieb des Sportgeländes ausgearbeitet, das nach den Worten von Engbarth noch im Detail besprochen werden müsse. Grundgedanke ist die Errichtung eines Jugendförderzentrums. Ziel sei es, gute Jugendspieler zu bekommen und optimale Trainingsbedingungen zu schaffen. Hierfür sei das Gelände, nicht zuletzt wegen der guten Busanbindung, bestens geeignet. Geplant sei, die Jugendmannschaften weitgehend auf das frühere ESC-West-Areal zu verlegen, darüber hinaus solle es auch ein Betreuungsangebot mit Hausaufgabenhilfe und Essen geben. Der SV Morlautern prüfe auch gerade, ob es möglich sei, dass auf dem Areal auch Schulunterricht angeboten werden könne, so Engbarth.

Auch die Sportplätze seien sehr vernachlässigt

Der erste Vorsitzende macht keinen Hehl daraus, dass der Verein viel Geld in das Gelände investieren muss. Die Gebäude seien in einem sehr schlechten Zustand, es müsse neu gebaut, einiges abgerissen werden. Zunächst sei es wichtig, die Kabinen herzurichten, damit Spiele und Training stattfinden könnten. Außerdem müsse die Hausmeisterwohnung auf Vordermann gebracht werden, damit immer jemand da ist und das Gelände im Auge habe.

Der Verein hat sich zwischenzeitlich einen Überblick verschafft, was auf dem Gelände zu tun ist. Zunächst stünden „Entrümpelungen im großen Stil“ an, sagt Engbarth. Auf dem Areal habe sich vieles angesammelt, was entsorgt werden müsse. Auch die Sportplätze seien sehr vernachlässigt. Sie seien gemulcht worden, leider sei es lange Zeit so nass gewesen, dass man nichts habe machen können.

Engbarth hofft unterdessen, dass es im Sommer so weit sein wird, dass die ersten Spiele an der Vogelwoogstraße ausgetragen werden können.

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