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Mittwoch, 25. September 2019 Drucken

Kaiserslautern

Senat der TU Kaiserslautern spricht sich erneut gegen Uni-Fusion aus

Von Hans-Joachim Redzimski

Wehrt sich gegen eine Zwangsfusion: die TU Kaiserslautern.

Wehrt sich gegen eine Zwangsfusion: die TU Kaiserslautern. (Foto: VIEW)

Der Senat der TU Kaiserslautern hat sich ein weiteres Mal gegen eine Zwangsfusion der TU Kaiserslautern mit dem Universitätsstandort Landau ausgesprochen.

 

Wie der Präsident der TU Kaiserslautern, Professor Helmut Schmidt, am Dienstagabend nach einer Sitzung des Senats gegenüber der RHEINPFALZ erklärte, sehe der Senat eine schnelle Zusammenführung zum jetzigen Zeitpunkt als verfrüht an. Der Senat habe die Hochschulleitung und die Mitglieder in der Steuerungsgruppe aufgefordert, sich in weiteren konstruktiven Gesprächen in die Gestaltung des laufenden Prozesses einzubringen.

Der Senat reagierte nach den Worten des Kaiserslauterer TU-Präsidenten damit auf die Erwartung, dass das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium in absehbarer Zeit, eventuell bis Ende Oktober, eine gesetzliche Regelung in den Landtag einbringen könnte: einerseits zur Entflechtung der Universitätsstandorte Landau und Koblenz und damit zur Auflösung der derzeitigen Doppel-Universität und andererseits als Konsequenz daraus zur Zusammenführung der Universitätsstandorte Landau und Kaiserslautern. Der Senat bezog sich nach Darstellung Schmidts auf Aussagen von Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD) zuletzt im Wissenschaftsausschuss.

Der Senat nahm in seiner Sitzung am Dienstag Berichte von vier Arbeitsgruppen entgegen, die sich mit einer Zusammenführung der TU Kaiserslautern mit dem Universitätsstandort Landau auseinandergesetzt hatten. Hierbei handelte es sich um die Arbeitsgruppen „Erfolgsfaktoren/Modelle der Zusammenführung und Governance“, „Universitäre Vision und Forschungsprofil“, „Profil und Organisation von Studium, Lehre und Weiterbildung“ sowie „Haushalt und Personal“.

 

TU-Senat stellt sich hinter Chemie-Neubau

Der Senat der TU Kaiserslautern stellte sich im weiteren Verlauf der Sitzung hinter den Neubau eines Chemie-Gebäudes, der aufgrund der damit verbundenen baulichen Erweiterung der Universität in den Wald zum Politikum geworden ist. Für den Fall, dass seitens des Landes ein Neubau bewilligt werden sollte, habe der Fachbereich Chemie die vollständige Solidarität des Senats erfahren, erklärte Schmidt.

Der TU-Präsident sagte gegenüber der RHEINPFALZ, dass ein Neubau im angrenzenden Wald befürwortet werde. Über den Standort dort könne aber diskutiert werden. Nach den Worten des Kaiserslauterer Hochschulleiters kommen beide derzeit diskutierten Standorte in Frage, sowohl der Standort östlich des Gebäudes 58 auf einer neu zu schaffenden Erweiterungsfläche, der zunächst im Gespräch war, als auch ein Standort hinter dem Gebäude 57, der von Schmidt selbst in die Diskussion eingebracht worden ist.

Nach Darstellung des TU-Präsidenten hat der Dekan des Fachbereichs Chemie, Professor Werner Thiel, am Dienstagin der Sitzung des Senats davon gesprochen, dass für einen Chemie-Neubau tatsächlich nur eine bebaute Grundstücksfläche zwischen 3000 und 4000 Quadratmeter benötigt werde.

 

Es war eine Sondersitzung

Es handelte sich am Dienstag um eine Sondersitzung des Senats. Die erste reguläre Sitzung des Senats wäre erst im November gewesen. Der TU-Präsident sah die Notwendigkeit gegeben, zum jetzigen Zeitpunkt über den Stand der Gespräche zur Zusammenführung der Universitätsstandorte Landau und Kaiserslautern zu informieren.

 

|rdz

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