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Kaiserslautern

„Nicht stehen bleiben“

PORTRÄT: Hermann Kimmel ist der neue Leiter der Bertha von Suttner Gesamtschule

VON JOACHIM SCHWITALLA

Suchte mit 62 Jahren noch eine neue Herausforderung: Hermann Kimmel.

Suchte mit 62 Jahren noch eine neue Herausforderung: Hermann Kimmel. ( Foto: VIEW)

In einem Alter, in dem manch einer seiner Kollegen bereits die Zeit nach dem Schuldienst im Visier hat, will es Hermann Kimmel (62) noch einmal wissen. Seit März hat der Pädagoge die Leitung der Integrierten Bertha von Suttner Gesamtschule (IGS) übernommen.

„Man darf nicht stehen bleiben, sich nicht ausruhen. Ich bin gerne in der Schulleitung tätig und freue mich auf eine größere Schule mit vielfältigen Aufgaben“, so der frühere stellvertretende Schulleiter der IGS Ludwigshafen/Gartenstadt. Sieben Jahre hat Hermann Kimmel an der Schule mit 800 Schülern Dienst getan. Jetzt hat er es mit 1250 Schülern und 120 Lehrern zu tun. Bereits seit Januar führte ihn der Weg von seinem Wohnort, dem Winzerdorf Mußbach bei Neustadt an der Weinstraße, an seine neue Wirkungsstätte.

Neugierig sei er gewesen, umgeschaut habe er sich. Festgestellt hat er, dass sein Vorgänger Jürgen Knies-Boulesteix ihm eine gut aufgestellte Schule hinterlassen hat. „Die organisatorischen Strukturen stimmen.“ Bei einem Rundgang durch alle Räume der Schule hat Hermann Kimmel festgestellt, dass eine Aufräumaktion am Ende des Schuljahres nichts schaden könne. „Wie groß ist die Freude, wenn sich am ersten Schultag so mancher Raum frisch aufgeräumt präsentiert.“

Von der Schulanlage der IGS im Grünen beeindruckt zeigte sich der Schulleiter, als er sie im vergangenen Herbst bereits zusammen mit seiner Frau Sabine aufsuchte. „Ich wollte wissen, für welche Schule ich mich bewerbe.“ Hermann Kimmel mit den Unterrichtsfächern Deutsch und Geografie nimmt täglich die S-Bahn von Neustadt nach Kaiserslautern. Sportlich wie er ist, läuft er vom Hauptbahnhof Kaiserslautern zu Fuß in die Schule im südlichen Stadtwald.

Stärken will er die Naturwissenschaften an der IGS. „Ob wir MINT-Schule (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) werden können, hängt von der Kompetenz des Kollegiums ab.“ Es wäre ein Signal an die Eltern, deren Kinder sich für die entsprechenden Fächer interessieren.

Weiter denkt der Schulleiter über die Einrichtung eines Wahlpflichtfaches „Kommunikation und Medien“ nach. Auch kann er sich ein Schulradio vorstellen. An seiner früheren Schule hat er mit Schülern ein Schulradio betrieben. „In Pausen und bei Schulfesten waren wir auf Sendung.“ Gut aufgestellt sieht er die IGS im sportlichen Bereich.

Sehr zufrieden zeigt sich Hermann Kimmel mit den Anmeldezahlen. „Von 170 Anmeldungen werden wir 160 Schüler aufnehmen.“ Überrascht war der neue Schulleiter von der überaus großen Freundlichkeit, mit der ihm Schüler an der Schule begegnen. „Ein Unterschied zu Ludwigshafen“, wertet er das Verhalten der Jugendlichen als große soziale Kompetenz der IGS. Gefallen hat er an einer gut funktionierenden Schulbibliothek und lebendigen Schulpartnerschaften mit Italien und Frankreich gefunden.

Wie sein Vorgänger wird sich Hermann Kimmel mit Baumaßnahmen seiner Schule konfrontiert sehen. „Die Aula und die Mensa müssen saniert, ein neuer Gebäudetrakt mit Fachsälen errichtet, der alte abgerissen werden“, verweist er auf künftige Baumaßnahmen.

Zuhause wartet auf ihn ein „schönes Haus mit einem großen Garten“. Hermann Kimmel arbeitet gerne im Garten und wandert mit Vorliebe. Ganz zu schweigen von der Ausfahrt mit seiner Suzuki 750, einer leistungsstarken Sportmaschine, mit der er an schönen Tagen gerne unterwegs ist.

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