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Donnerstag, 08. November 2018 - 21:01 Uhr Drucken

Kaiserslautern-Ticker

Kaiserslautern: Gedenkfeier auf Synagogenplatz [mit Bildergalerie]

 Der Künstler Ingo Bracke ließ auf einer Leinwand aus Wasser Bilder vorbeilaufen, die an die Zerstörung der Synagoge vor 80 Jahren erinnern sollten. Foto: VIEW

Der Künstler Ingo Bracke ließ auf einer Leinwand aus Wasser Bilder vorbeilaufen, die an die Zerstörung der Synagoge vor 80 Jahren erinnern sollten. Foto: VIEW

Rund 700 Menschen haben am Donnerstagabend am Synagogenplatz in der Innenstadt von Kaiserslautern eine Installation des Lauterer Künstlers Ingo Bracke verfolgt. Damit wurde an die Zerstörung der Synagoge vor 80 Jahren erinnert. Gleichzeitig wurde der Opfer der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 gedacht. „Leerstelle_Reflexion“ nannte Bracke seine etwa 25-minütige Installation.

Leinwand aus Wasser



Als Leinwand für seine Bilder nutzte Bracke eine Wand aus Wasser. Die speiste sich zum einen von unten, vom Boden aus, aber auch durch Wasser von oben, von der Spitze einer Drehleiter kommend. Auf der anfänglich rund fünf Meter hohen und etwa 25 Meter breiten Wand aus Wasser zeigte er Bilder, die immer wieder ihre Form veränderten. Sie zogen über die Projektionsfläche Wasser und sollten, wie Bracke erklärte, Assoziationen beim Betrachter auslösen. Zu sehen waren Bilder von der Synagoge, aber auch Zeichnungen, die der Künstler eigens für die Installation angefertigt hatte. Untermalt wurden die Bilder von Musik. Unterstützt wurde der Künstler von Feuerwehr und Stadtwerken. Veranstalter war das Kulturreferat. Eugen Smotritsky von der jüdischen Kultusgemeinde Rheinpfalz dankte den Anwesenden für ihr Kommen, um der Opfer zu gedenken.

Wolf: „Kleiner Triumph“ der Geschichte



Der Mainzer Kulturminister Konrad Wolf sagte, dass die Nazis das jüdische Leben in Deutschland, „dem Vergessen anheim fallen lassen“ wollten. Dass das eben nicht gelungen sei, markiere „einen kleinen Triumph“ der Geschichte. Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit seien „niemals und nirgendwo auf der Welt zu tolerieren“, sagte Wolf. |bld

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