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Freitag, 11. Januar 2019 Drucken

Kaiserslautern

Kaiserslautern: App für lokale Händler geplant

Die App „Kajasho“ für Mobilgeräte soll Internetrecherche für Angebote der Händler in der Stadt ermöglichen

Von Benjamin Ginkel

Freuen sich, endlich öffentlich über die App „Kajasho“ sprechen zu können (von links): Martin Verlage (KL.digital), Michael Saitow (Saitow AG), Oberbürgermeister Klaus Weichel und Thomas Scherer vom Einzelhandelsverband.

Freuen sich, endlich öffentlich über die App „Kajasho“ sprechen zu können (von links): Martin Verlage (KL.digital), Michael Saitow (Saitow AG), Oberbürgermeister Klaus Weichel und Thomas Scherer vom Einzelhandelsverband. (Foto: View)

Soll in Kaiserslautern bald kommen: Eine Smartphone-App namens „Kajasho“ – kurz für „Kaiserslautern sagt ja zum Shopping“. Die App startet mit Gastronomiebetrieben.

„In vielen Branchen fehlen lokale Lösungen“, sagt Saitow, der mit seinem Unternehmen seit 15 Jahren im elektronischen Handel (E-Commerce) tätig ist und vor allem im Reifengeschäft äußerst erfolgreich besteht. Er ärgere sich immer, wenn er bei Amazon etwas bestelle: „Dann denke ich mir oft, dass ich das Produkt doch auch hier kaufen könnte.“ Aber die Zeit zum Suchen von Geschäft zu Geschäft fehle ihm. „Bisher gibt’s keine Möglichkeit, online in die Kaiserslauterer Geschäfte zu kommen, um zu checken, ob die ein bestimmtes Produkt haben.“ Da setzt „Kajasho“, die von Saitow entwickelte App für mobile Endgeräte, an. In diesem Umfang allerdings erst in einem zweiten Schritt, weil das Einpflegen von Hunderten oder Tausenden Produkten bei Einzelhändlern recht zeitaufwendig ist.

Via App einen Tisch im Café reservieren

Zunächst werden in die App Gastronomiebetriebe eingestellt. Saitow: „Ähnlich wie bei TripAdvisor, aber aktueller. Die zeigen beispielsweise keine Tagesessen an.“ Über „Kajasho“ könnten die Kunden Restaurants und Cafés suchen, einen Tisch reservieren und sogar das Essen für eine bestimmte Uhrzeit vorbestellen. Als nächste Gruppen folgen in der App Friseure, Massagepraxen und Nagelstudios, später der Einzelhandel.

Die App ist keine komplette Neuentwicklung, wie Saitow verrät. Seine bereits laufende „wash-app“ funktioniere nach ähnlichem Schema. Die liefert dem Nutzer deutschlandweit Waschanlagen und deren Preise. „Die Teilnehmer müssen sich um die Technik aber keine Gedanken machen“, beruhigt Saitow Interessenten. Sein Unternehmen kümmere sich komplett – und kostenlos – um die Technik. Einzig einige Grundinformationen und Inhalte wie Speisekarte oder Wochenmenüs müssten geliefert werden. Der Unternehmer verspricht: „Wir pflegen die App.“

Keine Werbung

Teilnahmegebühr oder eine Provision müssten die gelisteten Betriebe ebenfalls nicht abführen. Saitow: „Kaiserslautern ist unser Testfeld, wer sich in den ersten zwei, drei Jahren zur Teilnahme entschließt, muss keine Provision abgeben.“ Funktioniert das Modell der App, könne es auf weitere Städte übertragen werden. Werbung oder bezahlte Positionen für die Suchübersicht sind für Saitow nach eigenen Angaben tabu: „Da bin ich auf der Seite der Kunden.“ Laut Saitow soll die App mit den Gastronomen noch im ersten Halbjahr 2019 veröffentlicht werden.

„Ich bin überzeugt, dass die App den Menschen, den Einzelhändlern und der Gastronomie etwas bringt“, sagte Oberbürgermeister Klaus Weichel am Donnerstag bei der Vorstellung. Gegenüber der RHEINPFALZ kündigte er an, dass er tatkräftig dabei helfen wolle, das Projekt bekannt zu machen und möglichst viele zur Teilnahme zu motivieren.

KL.digital-Geschäftsführer Martin Verlage erinnerte daran, dass das Konzept der App aus dem Bitkom-Wettbewerb „Digitale Stadt“ vor zwei Jahren stammt und mittlerweile deutlich verfeinert wurde. „Jetzt müssen nur noch viele mitmachen.“

   

Info

—Weitere Informationen zur Teilnahme für Gastronomen gibt es auf Anfrage per E-Mail an localshopping@saitow.ag oder telefonisch unter 06301/6000.

—Infos zur App gibt es im Internet unter kajasho.de, auch eine Facebookseite soll eingerichtet werden.

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