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Freitag, 15. Juni 2018 Drucken

Kaiserslautern: Lokalsport

Junge Duathleten machen mächtig Wellen

LEICHTATHLETIK: 60 Schüler der Integrierten Gesamtschule Bertha von Suttner wagen das Abenteuer eines Duathlons. Sie legen schwimmend und laufend 1800 Meter zurück. Als Organisator tritt die FCK-Triathlon-Abteilung auf. Das Preisgeld für das gestrige Sportereignis im Schulzentrum Süd steuert die Deutsche Triathlon-Union bei.

Von Doris Theato

Zeit- und Punktejagd im Wasser: Im Schulzentrum Süd ging es gestern beim Duathlon der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule ganz schön eilig zur Sache.

Zeit- und Punktejagd im Wasser: Im Schulzentrum Süd ging es gestern beim Duathlon der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule ganz schön eilig zur Sache. ( Foto: VIEW)

Das Wasser schlägt gewaltig Wellen. Kein Wunder, da wollen es 20 Schüler gleichzeitig wissen, wollen wissen, wie es sich anfühlt, erst 200 Meter zu Schwimmen und gleich im Anschluss noch 1600 Meter zu laufen. Die jungen Sportler der Klassenstufen sechs bis acht sind hochmotiviert. Gestartet wird in drei Blöcken, immer 20 Schüler auf einmal. Der gemeinsame Wasserstart ist die erste Herausforderung. Alles kein Problem für Maurice Nic aus der 8d. „Ich mache sonst auch viel Sport. Für mich war gleich klar, dass ich hier heute mitmache“, gibt er zu Protokoll. Maurice trägt kurz vor dem Start noch ein Trikot vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Seine liebste Sportart ist somit klar: Normalerweise spielt er Fußball. Gestern nicht.

Gestern ging es im Wasser – mit der etwas albern wirkenden Bademütze – erst einmal darum, sich in der Fünfer-Gruppe, die sich hier eine Bahn teilt, zu behaupten, aber auch keinen Konkurrenten auf Grund laufen zu lassen. Die Bademützen sind nicht kleidsam, haben aber Sinn. „Wir müssen ja sehen, wer auf welche der vier Bahnen gehört“, erläutert Chris Girke. Girke ist Lehrer am Schulzentrum Süd und gleichzeitig Jugendwart in der FCK-Triathlon-Abteilung. Eine gute Verbindung. Schließlich befinden sich an seiner Schule ein Schwimmbad und gleich nebenan ein Stadion.

„Die Gegebenheiten sind schon ideal“, ist Peter Holy vom Vorstand der Triathleten froh, dass solch eine Schüler-Sportveranstaltung endlich Wirklichkeit wird. „Wir hatten die Idee, an Schulen zu gehen, schon lange. Wir wollen den Spaß an der Bewegung vermitteln, und wir sind auf der Suche nach Nachwuchs-Triathleten“, erläutert Holy. Wo aber ist der Rad-Teil? Ein Triathlet absolviert doch nach dem Schwimmen, dem Laufen auch noch eine Raddistanz. Warum wird am Schulzentrum nur geschwommen und gelaufen?

„Wir hätten das Schulgelände verlassen müssen, um eine angemessene Radstrecke zu bekommen, das war schon allein aus versicherungsrechtlichen Gründen schwierig“, erklärt Chris Girke. Doch will er einen echten Triathlon in Zukunft nicht ausschließen.

Ob Alina Prokop (7d) und Nina Arnold (7c) dann genauso schnell sagen „Ja, da machen wir mit“, lassen sie mal dahingestellt. Gestern waren die beiden Mädchen auf jeden Fall voll motiviert, für ihre Klasse alles aus sich raus zu holen, auch wenn sie sonst weder mit Schwimmen noch mit Leichtathletik viel zu tun haben. Punkten für die Klasse und wenn möglich die Klassenkasse aufbessern, das war gestern ihr Ziel.

250 Euro Preisgeld gibt es vom Dachverband der Triathleten, der Deutschen Triathlon-Union. Das Geld wird auf die drei Klassen mit den meisten Punkten verteilt. Inzwischen kommt für die ersten Schwimmer die blaue Sichtmarke ins Wasser. So kann jeder erkennen, nur noch 50 Meter, dann geht es an Land. Geschafft. Rausklettern, Bademütze in die Tonne werfen. Die ersten rennen über die vorbereitete Teppichbahn zur Wechselzone. Gar nicht so leicht, nasse Füße in Schuhe zu bekommen und ein T-Shirt über den nassen Badeanzug zu streifen.

Geht aber. Dank dem Aufbau von Enrico Löbig, Sportlehrer am Schulzentrum Süd, findet jeder den direkten Weg ins Stadion. Rote Flatterbänder schleusen die Schüler auf die Laufbahn, während die Zeit unaufhaltsam weiterläuft. Noch vier Runden, vier Mal 400 Meter, bis zum Ziel.

Das Feld ist längst auseinandergefallen. Die Helfer, Schüler aus dem Sport-Leistungskurs der Stufe zwölf, malen jedem der Duathleten einen großen Strich auf die Hand. Warum denn das? Ganz einfach, so kann der Einweiser von weitem schon sehen, wie viele Runden der Athlet absolviert hat. Naht einer mit vier Strichen, wird er in den Zieleinlauf gewunken. Dort herrscht übrigens Überholverbot. Klingt ein bisschen nach der Tour de France. Da greift auf der letzten Etappe auch keiner mehr den Führenden an. Alles durchdacht. „Da haben uns die FCK-Triathleten schon viel unterstützt“, ist Sportlehrer Löbig froh, dass alles läuft.

Ob tatsächlich Nachwuchs für die Triathleten dabei ist, wird Peter Holy, Trainer der FCK-Triathleten, abwarten müssen. Die meisten Schüler sind im Ziel auf jeden Fall stolz auf sich selbst. Und Chris Girke schmiedet zufrieden Zukunftspläne. „Heute war es eine Klassenwertung. Vielleicht gibt es das nächste Mal eine Stadt- oder Schulmeisterschaft.“ Na denn.

 

Ergebnisse

Duathlon der IGS Bertha von Suttner:

 

Die Klassen 8a und 8d teilen sich punktgleich den Sieg und erhalten je 100 Euro für die Klassenkasse.

Die schnellsten Jungen:

1. Doru (7e), 12:12 min, 2. Leon (7f), 3. Ray-Terell

Die schnellsten Mädchen:

1. Leonie (8a), 12:56 min, 2. Nina (7c), 3. Alina (7d).

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